Mit Sicherheit sichtbar

Küs Rotenburg spendiert Warnwesten für sämtliche Kitas in der Gemeinde Scheeßel

Dankesworte von Claudia Kröger (l.), Vorsitzende des Kita-Gemeindeelternrats, an Eckhard Behrens (2.v.r.) und Holger Kisslat von der Küs Rotenburg. Auch Mechthild Göttert (3.v.l.) und Anna Zgorzelska vom Kindergarten Westervesede freuen sich über die neuen Warnwesten.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Als Claudia Kröger vom Kita-Gemeindeelternrat die neongelben Warnwesten auspackte, waren die Jungen und Mädchen des Kindergartens Westervesede hellauf begeistert. Viele von ihnen konnten es gar nicht abwarten, die Westen mit Leuchtstreifen überzuziehen, mit denen sie nun gut erkennbar sind, wenn es mal mit der Gruppe durchs Dorf geht.

Die Sprösslinge der Einrichtung an der Scheeßeler Straße waren die ersten, die die gelben Warnwesten in Empfang nahmen. Prompter Kommentar eines Kindes: „Cool!“. Ein anderer fügte hinzu: „Mein Papa hat auch so welche.“ Und ein Dritter fragte: „Kriegen wir die geschenkt?“ Die Antwort lautet „Ja“. Und nicht nur die 19 Kinder aus Westervesede. Denn, wie Claudia Kröger berichtet: „Alle Kindertagesstätten in der Gemeinde erhalten eine entsprechende Anzahl.“ Und so wechseln auf Initiative des Elternrates mehr als 200 Westen in diesen Tagen ihren Besitzer. Zusätzlich, erzählt die Elternratsvorsitzende, würden 80 Warnkragen für die Allerkleinsten, die Krippenkinder verteilt.

„Wir dachten uns, es wäre doch schön, wenn unsere Kinder besser erkennbar sind“, sagt Kröger, selbst Mutter eines Kindes im Krippenalter. „Das Tragen jedenfalls hilft den großen Autofahrern im Straßenverkehr, die Kleinen besser zu sehen.“ Und auch die Betreuer, freut sich Kindergartenleiterin Mechthild Göttert, könnten nun eine große Schar kleiner Kinder bei einem Ausflug besser im Auge behalten. „Gerade im Herbst und Winter, wenn es draußen häufig dunkel und nebelig ist, macht das bei unseren Spaziergängen durch den Ort absolut Sinn“, findet sie.

Kostenlos waren die Westen natürlich nicht zu haben. Fündig wurde der Elternrat auf seiner Suche nach einem Sponsor bei der Rotenburger Niederlassung der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger, kurz: Küs. „Wir beschäftigen uns ja auch mit nichts anderem, als mit Sicherheit im Straßenverkehr“, sagt deren Geschäftsführer Eckhard Behrens während der Übergabe in Westervesede. Und sein Kollege, Holger Kisslat, ergänzt: „Dazu gehören auch die Kinder, die dem Verkehr als schwächstes Glied in der Kette ausgeliefert sind.“ Beide hätten jedenfalls keine Sekunde lang von Kröger und ihren Mitstreitern überredet werden müssen, das Warnwesten-Projekt finanziell zu unterstützen.

Mechthild Göttert und ihre Mitarbeiterin Anna Zgorzelska wollen nun mit gutem Beispiel vorangehen und selbst die knallgelben Westen bei dem einen oder anderen Ausflug, den sie mit ihren Schützlingen unternehmen, überstreifen. Und auch das finden die Kleinen, wie einvernehmlich aus der munteren Runde zu erfahren war, „richtig cool“.

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