Beratung am Montag im Ausschuss

Sicherheit geht vor

Der Kreuzungsbereich aus der Vogelperspektive.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Scheeßel wächst und wächst, vor allem zwischen der Helvesieker Landstraße (L 130) und der Ostlandsiedlung. Die Baugebiete dort erweisen sich als Renner. Doch wo viele Menschen leben, gibt es auch viel Straßenverkehr. Darum soll der Kreuzungsbereich an der Landesstraße, dem Fuhrenkamp und dem Vareler Weg nach dem Willen der Verwaltung ausgebaut werden. Ein Thema, mit dem sich am Montag der Bau- und Planungsausschuss auseinandersetzen wird.

Im Rathaus ist die Rede von einer „sachgerechten Anbindung an das überörtliche Verkehrsnetz“, die im Zuge der restlichen Erschließungsmaßnahmen nunmehr geboten sei. Was das konkret bedeutet, geht aus einem Verkehrsgutachten hervor. Darin heißt es: „Als Ergebnis der Untersuchung ist festzuhalten, dass ohne besondere Berücksichtigung des die L 130 querenden Fuß- und Radverkehrs ein Ausbau des Knotenpunktes zu einem Kreisverkehrsplatz zu empfehlen ist. Aufgrund des die L 130 an dieser Stelle querenden Schulweges sollte jedoch die Si-cherheit der Schüler an erster Stelle stehen, die mit der vorhandenen Fußgängerbedarfsampel oder einer Vollsignalisierung bestmöglich bedient wird. Es wird daher empfohlen, die Kreuzung bedarfsgerecht mit Linksabbiegestreifen auszubauen, die Ampel zu erhalten oder den Knotenpunkt insgesamt zu signalisieren.“

Für einen bedarfsgerechten Ausbau mit Linksabbiegespuren spricht sich auch die Verkehrsschau-Kommission aus: „In den einmündenden Gemeindestraßen gibt es keine Radwege, sodass der Radverkehr auf der Fahrbahn den Knotenpunkt überqueren muss. Es wird deshalb für notwendig gehalten, ihn im Rahmen des Ausbaues mit einer Lichtzeichenanlage auszustatten, mit Einbindung des Radverkehrs in die Lichtsignalsteuerung“, heiß es in deren Beurteilung.

Laut dem von der Gemeinde beauftragten Planungsbüro sei der Ausbau jedoch keinesfalls möglich, ohne im Kreuzungsbereich nicht die Fahrbahn der Landesstraße zu verbreitern. Viele gegenwärtig dort noch stehende Straßenbäume müssten dann entfernt und dafür Ersatzmaßnahmen realisiert werden, formuliert es die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage.

Was den zeitlichen Rahmen betrifft, steht das Projekt hinten an. Erst nach der Erschließung für das in Planung befindliche Baugebiet „Helvesieker Landstraße“ und dem Ausbau der Straße „Fuhrenkamp“ soll die Umgestaltung des Knotenpunktes in Angriff genommen werden – auch deshalb, weil laut Verwaltung mit den verantwortlichen Behörden auf Landes- und Kreisebene „Details abzustimmen“ wären.

Wie sich die Politiker zu dem Vorhaben positionieren, können Zuhörer am Montag bei der Fachauschusssitzung miterleben. Beginn ist um 18.30 Uhr im Rathaus.

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