Sicherer über die Straße

Bauarbeiten für neue Querungshilfe in Jeersdorf gehen voran

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Bis hierhin und nicht weiter: Die Arbeiten auf Scheeßels aktuell größter Sommerbaustelle machen eine Vollsperrung unumgänglich.

Jeersdorf - Von Lars Warnecke. Die Bauarbeiten sind seit knapp drei Wochen im Gang. Und sie sollen pünktlich zum Ferienende abgeschlossen sein. In Jeersdorf, in der Straße In‘n Dörp, entsteht für Fußgänger und Radfahrer gerade in Höhe der Einmündung zur Eichenallee eine neue Querungshilfe. Rund 38.000 Euro lässt die Gemeinde sich den Ausbau kosten – der war von den Einwohnern schon lange herbeigesehnt.

Aufgetürmte Sandberge. Dazu schwere Geschütze, wie ein Bagger und ein Radlader. Dazwischen – kreuz und quer verstreut – liegen Pflastersteine. Die müssen für den neuen Fußweg noch verbaut werden. Eine junge Frau kommt auf ihrem Fahrrad des Weges. Einen Moment lang bleibt die Jeersdorferin vor dem Absperrzaun stehen, blickt zur Baustelle hinüber. 

Sie wohne in der Nachbarschaft, sagt sie, und wisse daher nur zu genau, wie gefährlich es hier immer zugegangen sei. „Dass noch nie eines unserer Schulkinder oder sonst irgendwer zu Schaden gekommen ist, grenzt wirklich an ein Wunder.“

Der Bau der Querungshilfe, es ist der finale Akt in einem mehr als 20 Jahre andauernden politischen Prozess. Zuletzt war der etwas ins Stocken geraten. Erst eine an die Gemeindeverwaltung adressierte Unterschriftenliste, auf der Dutzende von Einwohnern eine Verbesserung der Schulwegsituation eingefordert hatten, brachte wieder Schwung in die Sache.

Schon 2016 ordnete der Landkreis die Baumaßnahme an

Im Rathaus ordnete man eine Verkehrszählung an – mit dem Ergebnis, dass in dem bis dato völlig ungesicherten Bereich „ein hinreichend gebündelter Fußgängerquerverkehr vorliegt“, wie es Pedro Müller vom Fachbereich Straßenbau im Rathaus formuliert. „Die Umsetzung war dann 2016 in einer Verkehrsschau thematisiert und vom Landkreis bindend angeordnet worden“, rekapituliert der Verwaltungsmann.

Die Gemeinde hatte nun einen Auftrag, beauftragte selbst einen Planer mit der Ausarbeitung eines Konzeptes, welches durch die politischen Gremien auch im Großen und Ganzen so abgesegnet worden war. 

Die Geschwindigkeit soll auf 30 km/h sinken

Neben einem im „Dörp“ neuaufgebrachten Zebrastreifen und zusätzlicher Straßenbeleuchtung soll an Ort und Stelle für motorisierte Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer (statt bisher 50 km/h) gedrosselt werden. Und auch der Geh- und Radweg erfährt eine komplette Umstrukturierung, inklusive einem Blindenleitsystem. Um die Sichtverhältnisse zu verbessern, waren bereits Anfang des Jahres drei Eichenbäume gefällt worden.

„Endlich mal eine Maßnahme, die wirklich Sinn macht“, meint die Baustellenbesucherin mit dem Fahrrad. „Dafür nehmen wir hier auch gerne die Vollsperrung in Kauf.“ Tatsächlich gibt es momentan ab Einmündung Eichenallee bis zur Westerholzer Straße kein Durchkommen, wird der Verkehr entsprechend umgeleitet. „Als Letztes, Mitte nächster Woche, sind dann die Markierungsarbeiten dran“, sagt Müller. Was lange währt, wird endlich gut.

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