Wahlperiode endet am Sonntag / „Eine dynamische Truppe“

Seniorenbeirat auf der Suche

Margret Harmsen (4.v.l.), Noch-Vorsitzende des Scheeßeler Seniorenbeirats, begrüßte bei der vergangenen Sitzung im Rathaus neben Mitgliedern auch einige Interessierte. - Foto: Rutzen

Scheeßel - Von Hannelore Rutzen. Für Margret Harmsen (76) ist der Seniorenbeirat wichtig. „Durch den demografischen Wandel wird es immer mehr Senioren geben. Wir müssen uns um barrierefreies Wohnen kümmern, um Wohnalternativen“, sagt die Vorsitzende, die während der jüngsten Sitzung noch einmal die Werbetrommel für die Mitarbeit in dem Gremium rührte.

Harmsen sprach im Scheeßeler Rathaus von einer „recht dynamischen Truppe“, die schon viel angestoßen und angeregt habe. „Das Wort des Seniorenbeirates hat bei uns Gewicht und wird ernst genommen“, fasste es Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) in andere Worte. Seine Mitglieder würden Fragen und Anliegen in die Arbeit des Rates einbringen und helfen, sie mit zu lösen.

Dennoch: Wenn sich bei der anstehenden Kommunalwahl für die gleiche Amtsperiode ein neuer Seniorenbeirat findet, stehen viele der derzeit elf Aktiven nicht mehr zur Verfügung, Harmsen und ihre Vorstandskollegen Reinhard Knipp und Peter Bitomsky mit eingeschlossen. „Irgendwann lassen die Kräfte nun einmal nach, dann ist es Zeit, Jüngere ranzulassen“, so die 76-Jährige.

Aufgabenbereiche des Beirates seien ihrer Auskunft nach die Mitsprache und Mitwirkung in allen Fragen, die die älteren Menschen betreffen und für ihre Lebensqualität von besonderer Bedeutung seien. „Dazu zählt die Entwicklung der Altenpflege mit Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege genauso wie altengerechte Wohnungen, Infrastruktur und Verkehrsmaßnahmen mit Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und das Wohnumfeld, Schutz vor Kriminalität, Gesundheitsvorsorge, Förderung von Selbsthilfeorganisationen älterer Menschen und die Zusammenarbeit mit Trägern der Altenhilfe und den in der Altenarbeit tätigen Organisationen“, erklärt Harmsen.

Bereits mitgewirkt habe der Scheeßeler Beirat in seiner 13-jährigen Geschichte unter anderen bei der Einrichtung einer Tagespflege im Kernort und eines Fahrstuhls im Rathaus sowie bei der Umsetzung von Notfallpunkten.

„Vielleicht gibt es ja Personen, die sich jetzt aus Altersgründen aus dem Rat oder den Ortsräten zurückziehen“, denkt Harmsen an mögliche Kandidaten. Im Seniorenbeirat bestünde allemal die Möglichkeit, die politische Arbeit in überschaubarem Umfang fortzuführen. „Allerdings sollten es keine Menschen sein, die noch aktiv kommunalen Vertretungen angehören.“

Weitere Informationen erteilt Margret Harmsen unter der Rufnummer 04263 /910406.

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