Neues Buch „Frei – die Botschaft der Wildgänse“

Autorin Andrea Schwarz: Die Sehnsucht nach Leben und Freiheit

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Das Team „Fit fürs Leben“ mit Michaela Gerken (v.l.), Sabine Besel, Renate Krabiell, Sigrid Hantschel, Mechthild Göttert und Gunda Brunkhorst freute sich mit Referentin Andrea Schwarz (3.v.r.) über ein volles Haus.

Scheeßel - Gastgeberin Mechthild Göttert freute sich, neben den Scheeßelern auch zahlreiche Gäste aus etlichen Nachbargemeinden im voll besetzten Beeke-Haus begrüßen zu können.

Das Team der Kirchengemeinde-Gruppe „Fit fürs Leben“ hatte mit Andrea Schwarz eine gefragte Autorin zu Gast, die bundesweit erfolgreich als Referentin unterwegs ist und seit ihrem 1985 erschienenen Erstlingswerk „Gänseblümchen“ ihre treue Leserschaft immer wieder mit neuen Veröffentlichungen begeistert.

Den Abend gestaltete die ausgebildete Sozialpädagogin, die halbtags im Emsland in der Gemeindearbeit tätig ist, einerseits mit Auszügen aus ihrem neuen Buch „Frei – die Botschaft der Wildgänse“ und andererseits mit vielen Beispielen, die ihr zu den einzelnen Passagen spontan einfielen.

So ergab sich nach und nach ein subtiler Dialog mit dem Publikum, der zudem in der Pause zu vielen Gesprächen untereinander führte. In ihrem Buch geht Schwarz der Frage nach, warum uns Wildgänse so faszinieren. Sie folgt in Texten und Gedichten den Lebenswegen und Stationen dieser Zugvögel und spürt dabei dem Sinn des Lebens und des christlichen Glaubens nach.

Gemeinsamkeiten zwischen Menschen und Gänsen

„Ich habe sie am Himmel schreien gehört und ihnen sehnsüchtig nachgeschaut“, berichtete die Autorin. „Sie sind Sinnbilder des Lebens und symbolisieren für mich vor allem Sehnsucht nach Leben und Freiheit.“ Bei der näheren Beschäftigung mit dem Thema habe sie festgestellt, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen unserem und dem Leben der Gänse gäbe. 

„Auch sie werden in Familien geboren, kennen Zeiten des Aufbruchs, des Rastens und des Rückzugs. Sie brauchen einen inneren Kompass und den Kontakt zueinander, um nicht verloren zu gehen“, so Schwarz weiter.

Anhand vieler anschaulicher Beispiele aus ihrem eigenen Leben verdeutlichte sie die Ausführungen in ihrem Buch zu Sehnsucht und Freiheit, Beziehungen und Treue, Vertrauen und den richtigen Zeitpunkt zum Handeln: „In jedem Leben gibt es wie bei den Wildgänsen Zeiten des Aufbruchs, des Bleibens, des Sich-Mauserns und Krafttankens. Auch ich erlebe dunkle Zeiten von Verletzungen oder Trauer mit einer Stimmung, die mich lähmt und wo ich mich verstecken möchte – dann bin ich ungerecht, und meine eigentlich mich“, so Schwarz.

Zeiten des „persönlichen Mauserns“

Das sei allerdings kein Endszenario, sondern eine Phase des Übergangs, in der Verletzungen heilen und vernarben könnten. „Nach einer Zeit des Chaos und des Stillstands sortiert es sich allmählich; ich erhalte mehr Energie und Zuversicht und spüre etwas, das mich trägt – das Neue kann kommen“, beschreibt die Autorin Zeiten, die sie als ihr „persönliches Mausern“ empfindet und die sie an die vierwöchige Mauser der Wildgänse erinnern, wenn diese flugunfähig darauf warten, dass ihnen neue Federn wachsen. 

Solche Zeiten dürfe es im Leben geben, man müsse nicht immer perfekt sein und dürfe einfach mal rumhängen, denn in solchen Zeiten könne etwas heranwachsen, das einen stärker mache und das es zu schützen gälte. Ihr Buch habe sie für stille Momente geschaffen, aber es soll auch auffordern zum Loslaufen und zum neue Wege wagen.

Im Anschluss an das Referat ließen sich viele Teilnehmerinnen ihre frisch erworbenen Exemplare von Andrea Schwarz persönlich signieren.

uj

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