Anwohner der Hinrich-Meyer-Straße in Scheeßel ärgern sich über Raser / Politik schaltet sich ein

Schritttempo fährt in dieser Spielstraße kaum einer

Ballspielen erlaubt: In einer Spielstraße, her die Hinrich-Meyer-Straße in Scheeßel, dürfen Fußgänger die Straße in ihrer ganzen Breite nutzen.
+
Ballspielen erlaubt: In einer Spielstraße, her die Hinrich-Meyer-Straße in Scheeßel, dürfen Fußgänger die Straße in ihrer ganzen Breite nutzen.

Scheeßel – Wenn die Tachonadel zuckt, ist es schon zu spät. Wer mit dem Auto eine Spielstraße befährt, für den gilt Schrittgeschwindigkeit, es ist also höchstens Tempo sieben km/h erlaubt. Ein viereckiges, blaues Schild mit einem Auto, einem Haus und zwei spielenden Personen drauf kennzeichnet solche Zonen, wie es auch in Scheeßel einige gibt. In der Hinrich-Meyer-Straße zum Beispiel. Dort ist man inzwischen aber so sehr auf 180, dass jetzt sogar die Politik eingeschaltet wurde. Denn im Schritttempo, heißt es aus Anliegerkreisen, würden dort nur die wenigsten fahren. „Erst vorhin ist wieder einer mit 50 Sachen hier durchgefahren“, sagt ein Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Ihn ärgert die Raserei, denn es leben mehr als 20 Kinder an der Spielstraße. „Wir beklagen es schon seit Langem“, meint sein Nachbar, „und wollen es nicht mehr hinnehmen.“

Nun ließen sich die Temposünder in Anbetracht dessen, dass die Zahl der Straßenbewohner überschaubar ist, normalweise recht schnell ermitteln – nur ist die Hinrich-Meyer-Straße, welche durch ihren niedrigen Bewuchs auf gesamter Länge einsehbar ist, eben auch ein verkehrsberuhigter Bereich, der den Vareler Weg mit der B 75 verbindet. „Und genau deshalb wird der Weg auch für viele, die da mal eben schnell durchfahren, offenbar gerne als Abkürzung genutzt“, schildert CDU-Ratsherr Günter Bassen das Dilemma. Dabei sei eine Nutzung doch in erster Linie auf den Anliegerverkehr beschränkt.

Gemeinsam mit Marsha Weseloh und Dirk Lange, seinen beiden Fraktionskollegen, habe er sich kürzlich von der Lage selbst ein Bild machen wollen und sei so mit einigen verärgerten Bürgern auch gleich ins Gespräch gekommen. „Und siehe da: Während des Ortstermins kam es augenscheinlich zu mehreren Geschwindigkeitsüberschreitungen“, habe er beobachtet.

An Ideen, wie man der Sache Herr werden könnte, damit wieder Frieden in der Spielstraße einkehrt, mangele es laut Bassen seitens der Anwohnerschaft im Übrigen nicht. „Vorstellbar wäre es, an den vorhandenen Schildern einen zusätzlichen Hinweis auf die erlaubte Geschwindigkeit anzubringen“, nennt der CDU-Mann eine Möglichkeit. Aber auch zwei Schilder an anderer Stelle zu positionieren, damit diese so vielleicht besser von Autofahrern wahrgenommen werden, Piktogramme spielender Kinder auf der Fahrbahn oder gar der Einsatz von Schwellen seien seinen Worten nach Möglichkeiten, die auf ihre Tauglichkeit hin überprüft werden sollten. „Wir von der Fraktion werden diesbezüglich auf jeden Fall noch Kontakt mit der Gemeinde aufnehmen.“  lw

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

BVB verliert Verfolgerduell - Hertha in der Krise

BVB verliert Verfolgerduell - Hertha in der Krise

Deutsche Handballer müssen um WM-Viertelfinale bangen

Deutsche Handballer müssen um WM-Viertelfinale bangen

Biden wird als Präsident vereidigt - Trump ist nicht dabei

Biden wird als Präsident vereidigt - Trump ist nicht dabei

Vier Wohntrends im Corona-Jahr 2021

Vier Wohntrends im Corona-Jahr 2021

Meistgelesene Artikel

Schießerei in Rotenburg: Ein schwer verletzter 20-Jähriger

Schießerei in Rotenburg: Ein schwer verletzter 20-Jähriger

Schießerei in Rotenburg: Ein schwer verletzter 20-Jähriger
Rotenburger Stadtwerke sanieren Ronolulu

Rotenburger Stadtwerke sanieren Ronolulu

Rotenburger Stadtwerke sanieren Ronolulu
„Wir schuften quasi rund um die Uhr“

„Wir schuften quasi rund um die Uhr“

„Wir schuften quasi rund um die Uhr“

Kommentare