Das schöne erste Mal

Rekordverdächtigte Beteiligung bei vergangener Sportabzeichensaison

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Eine bunt gemischte Gruppe hatte Stützpunktleiter Friedrich Cordes (l.) zuerst geehrt: Unter anderem die Jüngsten und den Ältesten (Johann Lambrecht, 3.v.r. oben) sowie die fleißigsten fünfköpfigen Familien. 

Scheeßel - Die jährliche Sportabzeichenverleihung – eigentlich immer das Gleiche, möchte man meinen. Und irgendwie stimmt das auch, und auch nicht. Vielleicht liegt es an der Liebe zum Detail, mit dem „Mr. Sportabzeichen“ Friedrich Cordes und sein Team auch die diesjährige Urkundenverleihung für fleißige Sportler am Mittwochabend (ausnahmsweise im Internatssaal statt im noch im Umbau befindlichen Scheeßeler Hof) zelebrierten. Vielleicht lag es aber auch daran, dass neben „alten Bekannten“ auch immer wieder neue Gesichter den sonntäglichen Weg ins Stadion Waidmannsruh finden, um ihre fünf Disziplinen als Nachweis von Schnelligkeit, Kraft, Koordination und Ausdauer abzulegen.

Vielleicht lag es aber auch daran, dass neben „alten Bekannten“ auch immer wieder neue Gesichter den sonntäglichen Weg ins Stadion Waidmannsruh finden, um ihre fünf Disziplinen als Nachweis von Schnelligkeit, Kraft, Koordination und Ausdauer abzulegen.

So verzeichnete Cordes, als Stützpunktleiter wie auch als Aktiver mit stolzen 50 Teilnahmen mit großem Applaus bedacht, „eine erfreuliche Anzahl neuer Erwachsener“. Auch wenn Chris Krause, der sich einmal wieder charmant durch die einstündige Verleihung kalauerte, mit seinen „Ersttäter“-Interviews zunächst Pech hatte: Das erste Mal sei schon schön gewesen, entlockte er schließlich einer der Befragten und: „Ich werde es wieder tun!“

Ziel deutlich übertroffen

Insgesamt 244 Abzeichen waren in der vergangenen Saison im Stadion abgelegt worden, davon rund ein Drittel von Familien. Rechnet man die 268 Schulabzeichen hinzu, kommt der pensionierte Mathematiklehrer auf mehr als 512 Urkunden. „Fast so gut wie im Rekordjahr 2015“, konstatierte Cordes nicht ohne Stolz. Die Druckkosten für die Urkunden von mehr als 800 Euro übernahm erneut die Sparkasse.

Ein besonderes Sportjahr war 2017 auch für den TV Scheeßel: So hielt Cordes Rückschau auf die Werbeaktion im Rahmen des 125. Vereinsjubiläums, ebenso wie auf den Sportabzeichentag. Mit 144 statt der geforderten 125 Teilnehmer sei das Ziel deutlich übertroffen worden. Aber auch im regulären Sonntagsbetrieb gab es wieder Beachtliches zu vermerken – etwa die Familie Hesse, die dem Treff seit zwölf Jahren die Treue hält und dazu extra aus Bremen anreist. Oder vier Siebenjährige, die als Jüngste und Johann Lambrecht (40 Abzeichen), der mit 84 als Ältester dabei waren. Oder die Familien Huch, Trau und Consbruch, die jeweils mit fünf Mitgliedern am Start waren, zum Teil sogar mit drei Generationen.

Applaus für das Sportabzeichenteam

Für weiteren spontanen Szenenapplaus sorgten die eingespielten Videos, in denen Joelina Entelmann beim „Hüftaufschwung“ oder „Handstützsprungüberschlag“ zeigte, dass die Disziplinen auch mit Geräteturnen abzudecken sind. Beeindruckt von der schieren Anzahl der Teilnehmer zeigte sich auch Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) in ihrer kurzen Ansprache – nach eigenem Bekunden wieder mit schlechtem Gewissen, selbst nicht aktiv dabei gewesen zu sein.

Der wohl größte Applaus galt wohl wieder dem achtköpfigen Sportabzeichenteam, das an 23 Sonntags- und drei Mittwochsterminen „uns immer liebevoll, immer gut gelaunt und nie griesgrämig über die Balken gehievt hat“, wie Krause es anschaulich formulierte. Auch rief er die Sportler als „Challenge“ für 2018 dazu auf, jeder möge doch mindestens einen neuen Mitstreiter mitbringen. Apropos Mitstreiter: Eine bewährte Aussage pflegte Cordes auch in dieser Auflage: „Wir können gut noch Nachwuchs im Prüfungsteam gebrauchen – was fehlt, ist nach wie vor eine Frau!“ - hey

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