„Schöler leest platt“: Marie Dreemann holt zweiten Platz bei Landesentscheid

Mit Opas Hilfe zum Erfolg

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Stolze Preisträgerin mit nur neun Jahren: Marie Dreemann (Mitte) mit Mutter Michaela, Opa Erwin und den Geschwistern Merle und Timo.

Wittkopsbostel/Oldenburg - Von Hannelore Rutzen. Plattdeutsch steht bei Familie Dreemann hoch im Kurs. Marie, die Tochter, liest und spricht die Sprache trotz ihres jungen Alters fast perfekt. Beim Landesentscheid des Wettbewerbs „Schöler leest platt“ landete die Neunjährige damit auf dem zweiten Platz. Dafür wurde sie in Oldenburg ausgezeichnet.

Die Plattdeutsche Sprache verschwindet immer mehr aus dem Sprachbild. Nicht aber bei Familie Dreemann aus Wittkopsbostel. Das Mädchen, das die dritte Klasse an der Grundschule Hetzwege besucht, beherrscht die Sprache wie kaum ein anderer Schüler in diesem Jahr im Land Niedersachsen. Das zahlte sich jetzt aus: Marie hat mit großem Erfolg am Lesewettbewerb der niedersächsischen Sparkassenstiftung teilgenommen.

Zunächst kämpfte sie sich über die Schul- und Kreisebene bis zum Bezirksentscheid in Bad Bederkesa durch. Dort qualifizierte sich Marie dann zusätzlich noch für den Landesentscheid, der in Oldenburg ausgetragen wurde.

Nach den Erfolgen auf den vorherigen Ebenen schaffte es die junge Boschelerin auch dort auf das Treppchen. Marie errang den zweiten Platz. Insgesamt hatten mehr als tausend Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen. .„Ich habe nicht mit dem Ergebnis gerechnet“, sagte die Neunjährige bei der Preisverleihung.

In Maries Altersgruppe las vor ihr ein Junge in friesischem Platt. Er gewann mit nur zwei Punkten Abstand den ersten Preis. Marie war mit einem amüsanten Text über Mama, die beim Backen eines Stickbeernkokens die Stickbeern mit Oliven verwechselt, erfolgreich. Die Jury achtete bei ihrer Bewertung auf die Kriterien Lesefähigkeit, Tempo, Ausdruck und Intonation der Plattdeutschen Zeilen.

Nicht nur die Neunjährige spricht in der Familie Plattdeutsch, sondern auch ihre jüngeren Geschwister Timo und Merle. „Unser Opa Erwin spricht mit uns up Platt “, erklärte Marie die Sprachkünste der Kinder.

Jeden Tag wurde zu Hause einmal der Wettbewerbstext geübt. Opa und Mutter Michaela Dreemann kontrollierten. „Ich habe viel Sicherheit durch sie gehabt“, erklärte Marie ihren Erfolg. Und auch ihrer Schule habe ihr sehr viel Rückhalt gegeben.

Für den erhielt sie neben einem T-Shirt mit der Aufschrift „Platt ist cool“, und einer CD auch einen Geldpreis.

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