Westerveseder Dorfjugend setzt beim Strohpuppenwettbewerb auf Masse

Schnapsleichen und eine Hochzeit

Aus viel Stroh, einigen Gerüsten und jeder Menge Nylonstrümpfen zauberte die Westerveseder Dorfjugend ein ganzes Hurricane-Gelände. - Foto: Heyne

Westervesede - „Wie eine gigantische Party schon vor dem eigentlichen Festival“ nahmen sich, wenn man den Beobachtungen von „Zaungast“ Mario Behrens aus Westervesede glauben will, die Vorbereitungen der dortigen Landjugend zum „Strohpuppen-Wettbewerb“ aus. Drei Tage lang hatten die Jugendlichen geplant, gewerkelt, aber auch nach jeweils zehn Stunden Arbeit und mehr gemeinsam gegrillt und gefeiert. Die per Dorfpostille eingeladenen Bürger durften sich am Sonntagnachmittag vom Ergebnis überzeugen.

Und sie staunten nicht schlecht, hatten die insgesamt mehr als 30 Jugendlichen, von denen laut Mitorganisatorin Thyra Bahrenburg meist „25 oder mehr vor Ort waren“, sich doch nicht auf eine einzelne Hurricane-Szene festlegen wollen, sondern gleich ein ganzes Festival am Ortseingang nachgebaut: An die zwei Dutzend Strohpuppen, die Gliedmaßen mit Nylonstrümpfen, die Köpfe mit Draht in Form gebracht, tummeln sich vor einem Strohtrecker, der eine fahrende Bühne zieht. Von der spielt nicht nur die Musik; auch ein Brautpaar gibt sich das Ja-Wort. „Wir wollten halt neben typischen Festivalszenen auch das Besondere festhalten“, so Bahrenburg.

In der Tat finden sich vor der Bühne viele typische Szenen: Festivalbesucher, die es sich im Liegestuhl, unter einem Sonnenschirm oder rund um den Grill gemütlich gemacht haben, aber auch einige „Schnapsleichen“ schlafen hier ihren Rausch aus. Einen hat es sogar vom Rad gefegt: „Das ist insofern typisch, als dass wir alle ja auch mit dem Fahrrad aufs Gelände fahren“, so die Jugendliche, „dass es einen dabei vom Rad holt, kennen wir natürlich nur aus Erzählungen“, meint sie treuherzig mit einem Augenaufschlag.

Die Fertigstellung der Kunstwerke wurde von den Westervesedern gebührend gefeiert; das Kaffeetrinken mit Tanzaufführung stieg wegen des Wetters jedoch nicht wie geplant auf dem „Festivalgelände“, das inzwischen ein durchaus authentisches Matschniveau erreicht hatte, sondern im Dorfgemeinschaftshaus.

Strohpuppenchallenge zum Hurricane Festival

Auch Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele ließ es sich nicht nehmen, diese und die anderen Skulpturen zum Abschluss des Wettbewerbs zu besuchen. Nach den Kriterien für die Entscheidung befragt, meinte das zukünftige Jurymitglied: „Eine Rolle spielt neben der Kreativität auch, wer typische Szenen stimmig umsetzt.“ Die Jury, die sich aus Mitgliedern der Gemeinde, des Gewerbevereins und Vertretern des Veranstalters FKP Scorpio zusammensetzt, hat am Mittwoch die Kunstwerke gesichtet.

Die Entscheidung wird am Freitag, 17. Juni, im Rahmen des Scheeßeler Mitternachtsshoppings verkündet.

hey

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