Schnäppchen, Reiten und Musik

Kulturfest des Waldorfkindergartens begeistert mit Altbewährtem und Neuerungen

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Das Kinderschminken gehört, wie viele andere Programmpunkte, zum festen Bestandteil des Kulturfestes.

Scheeßel - Eingespielt waren die Verkäufer beim großen Waldorf-Flohmarkt am Sonntag in der Friedrich-Straße: Blick in den Himmel, Plastik-Plane über die Ware, Regenguss abwarten, Plane wieder abziehen – rund fünf Mal spielte das Wetter den Verkäufern an knapp hundert Ständen und vielen hundert Schnäppchenjägern einen Streich.

„Das kennen wir ja schon“, meinte Kindergartenleiterin und frisch gebackene Organisatorin Anne Loos in Anspielung auf die Vorjahre. Auf ein eingespieltes Team kann sie sich beim angeschlossenen Kulturfest verlassen: „Das klappte wie am Schnürchen“, frohlockte sie. In der Tat: Ponyreiten, Bernsteinschleifen, Falkner der Verkauf der gespendeten Edelpilze für die Pilzpfanne, Hüpfburg, Kinderschminken und das große Kulturcafé im Garten – alles etablierte Punkte in der nunmehr 15. Auflage: „Das ist uns auch wichtig für den Wiedererkennungswert der Veranstaltung“, so Loos zur Programmbeständigkeit.

Kinder erfreuen sich der Schatzsuche, Erwachsene des Computermuseums

Gut angenommen wurde auch wieder das große Kulturcafé im Garten. Angereichert wurden die lukullischen Genüsse vom Kuchenbüfett durch die Hörgenüsse, die den ganzen Nachmittag lang im Garten des Waldorfkindergartens in der Friedrichstraße präsentiert wurden. Den jüngeren Kindern hatte es die Schatzsuche in der mit Halbedelsteinen gespickten Sandkiste angetan.

Kulturfest des Waldorfkindergartens Scheeßel

Doch auch einige Neuerungen erwarteten die Besucher, darunter der Verkauf von Slush-Eis sowie der Infostand des Computermuseums Visselhövede. Detlev Kelm und seine Mitstreiter, die unter anderem einen Goldenen Toshiba T-5001 von 1989 – „eine Sonderlackierung“ – präsentierten, nutzten die Gelegenheit, mit dem ein oder anderen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Neben alten Geräten werden auch Mitstreiter gesucht. „Wir wollen nicht nur Nerds, sondern auch Nicht-Fachleute“, betonte Kelm und warb für Computergeschichte zum Anfassen: „Bei uns kann man gern Hand anlegen und auch selbst schrauben.“ 

Großen Zuspruch fand auch die „nietenlose“ Tombola, bei der nicht nur Preise aus der Region, sondern sogar aus Süddeutschland ausgelobt wurden: „Wahnsinn – so hochwertig waren unsere Preise noch nie!“, freute sich Loos und zeigt auf die Hauptgewinne wie einen Fahrradrucksack oder eine Dartsscheibe. Für Besucherin Julia Clausen lohnte sich vor allem der Flohmarkt: „Wir kommen von außerhalb und mussten erstmal rumfragen, wo das hier stattfindet“, erklärte sie das späte Kommen, und mit Blick auf die ergatterten Schnäppchen: „Gut, dass wir es noch gefunden haben!“ Viele Verkäufer, weiß Flohmarktorganisatorin Heike Wahl, melden sich schon jetzt für das nächste Jahr an, „schon, um sich ihren speziellen Platz zu sichern!“ - hey

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