Osterveseder Flohmarkt „Rund ums Kind“ endet mit einer runden Zahl

Zum Schluss eine Ansage

Ob Kaufmannsladen oder Bücher: Einige Kinder vertieften sich gleich an Ort und Stelle ins Spielen und Schmökern. Foto: hey

Ostervesede – Auf den ersten Blick ist es ein ganz normaler Flohmarkt, der sich in der 20. Auflage von „Rund ums Kind“ am Samstagmorgen im Osterveseder Dorfgemeinschaftshaus abspielt: durchnummerierte Tische, auf denen sich Spiele, Bücher, CDs und Kartons mit Schleichtieren und Matchboxautos türmen. Alte Flohmarkthasen haben die Babykleidung nach Größen sortiert. Es wird gefragt, gefeilscht, geklönt. Zwischen den Erwachsenen mit ausgebeulten Stoffbeuteln und Plastiktüten flitzen kleine Kinder herum. Man kennt sich.

Jessica Brockmann ist seit 6.30 Uhr hier, nachdem sie den kleinen Saal noch um Mitternacht hergerichtet hatte. An diesem Morgen ist sie schneller fertig mit dem Abkassieren des Standgeldes, das dem Kindergarten zugutekommt: „Sonst buchen die meisten schon für den Oktober, das entfällt ja nun!“ Es ist die letzte Auflage, sehr zum Bedauern vieler Stammgäste hier. „Ich bin heute Morgen schon von vielen Leuten angesprochen worden, die Unterschriften sammeln wollen oder gefragt haben, ob sie irgendetwas tun können“, so die langjährige Organisatorin. Auch sie selbst ist ein wenig traurig. „Andererseits sind wir den ganzen Ehrenamtlichen und der Gemeinde dankbar, dass es all die Jahre so unbürokratisch funktioniert hat.“ Auch die Bürgermeisterin habe sich für das ehrenamtliche Engagement bedankt und bedauert, keinen Handlungsspielraum in Sachen Gebührenordnung zu haben.

„Schade“, meint auch Nicole Thies, die hier regelmäßig zwei Mal im Jahr verkauft hat. „Wir müssen uns wohl nach einer Alternative umsehen.“ Sie schätzte vor allem den zeitlich begrenzten Rahmen. „Vielleicht probieren wir es mal in der Beekeschule oder mit einer Kleiderbörse, wo man die Sachen nur abgeben muss.“ Die Hoch-Zeiten der Kinderflohmärkte seien vorbei, wie sie beobachtet hat – „früher standen die Käufer morgens um Sieben auf der Matte, wenn es um Neun losging.“

Immerhin: Gedränge herrscht nicht gerade, aber der Strom der Schnäppchenjäger fließt beständig an den Ständen vorbei. Brockmanns Durchsage eine Viertelstunde vor Schluss läutet offiziell das Ende ein. Die ersten verstauen ihre Restbestände in Kartons oder packen sie in Tüten als Spende für das Rotenburger Elternnetzwerk Simbav, da schließen Marten und Friederike Frick aus Scheeßel noch letzte Verkäufe ab: Gregs Tagebuch geht für schlanke zwei Euro weg, das Brettspiel mit Elektronik für zehn – in getrennte Kassen, versteht sich. Die beiden Eichenschüler sind zufrieden: Für sie hat sich der letzte Flohmarkt hier gelohnt.  hey

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