Schluss mit der Abkürzung

Bauausschuss und Verwaltung stimmen für Schließung der Straße „Zur Mühle“

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Links oder rechts? Demnächst geht es nur noch rechts entlang. Die viel befahrene Straße „Zur Mühle“ wird geschlossen. Fortan müssen die Autofahrer auf 150 Meter Abkürzung verzichten.

Westervesede - Von Joris Ujen. Sie ist gerade mal gute 100 Meter lang und dennoch sehr beliebt: die Straße „Zur Mühle“ in Westervesede. Ob aus Scheeßel oder aus Fintel kommend nutzen viele Autofahrer die Abkürzung. Ersparnis: 150 Meter.

Für die Anwohner des hochfrequentierten Bereichs ein eher lästiges Schicksal. Doch das wird sich aller Voraussicht nach bald ändern. Bei seiner vergangenen Sitzung hat der Scheeßeler Ausschuss für Hoch- und Tiefbau, Planung und Umwelt der Empfehlung zur Schließung der Straße „Zur Mühle“ zugestimmt.

Den Impuls dafür hatte eine Westerveseder Einwohnerin gesetzt, die sich Ende März in ihrem Antrag für eine Einbahnstraße nur in Richtung Ostervesede ausgesprochen hatte. Das hätte zur Folge gehabt, dass der Verkehr nur aus der Straße „Mitteldorf“ in die Straße „Zur Mühle“ hätte abbiegen können.

Gefahrenpotenzial für Fußgänger

Die Frau kritisierte vor allem das Gefahrenpotenzial für Fußgänger und Radfahrer in dem Einmündungsbereich und die unmittelbar angrenzende Schulbushaltestelle neben dem Schützenhaus. Kein Novum für den Westerveseder Ortsrat, der in den vergangenen Jahren schon mehrere Anträge für eine Einrichtung einer Einbahnstraße erhalten hatte. Im Juni hatte das örtliche Gremium für eine Schließung der Straße abgestimmt. Für dieses Vorhaben suchte Ortsratsmitglied Martin Riebesell das Gespräch mit den Anliegern der Straße „Zur Mühle“, die einstimmig ihre Zusage für eine Schließung gaben.

Das Anliegen ging weiter an den Fachbereich Bau und Planung, der mit der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Rotenburg Kontakt aufnahm und nachfragte, wie das Ziel einer Schließung der Straße zu erreichen ist. Die Behörde stimmte dem Vorhaben zu, eine Beschilderung mit dem Ziel einer Einbahnstraßenregelung würde hingegen auch heute verkehrsbehördlich nicht angeordnet werden.

„Die Straße war schon immer ein Unikum“, äußerte sich Bauausschussmitglied Detlef Kaldinski (SPD) zu der Thematik. „Jeder hat sie gerne genutzt, ich auch“, bekannte sich der Polizeibeamte. Da die kurze Straße aus dem Ortskern kommend schwer einzusehen ist, „musste man einen ziemlichen krummen Hals machen, um zu sehen, ob wer kommt“. Laut Kaldinski ist die Straße zu schmal für den Verkehr, aus Sicherheitsgründen mache eine Schließung Sinn. Das sah Dirk Lange (CDU) ähnlich. „Die Verkehrssicherheitsaspekte überwiegen sicherlich. Die Strecke war schon immer ein Quell ewiger Freude gewesen – im negativen Sinne.“

Kostenfaktor rund 3.000 Euro

Die Schließung der Straße würde mittig erfolgen, sodass die Erschließung für den südlichen Teil aus Richtung „Mitteldorf“ und für den nördlichen Teil aus Richtung „Finteler Straße“ erfolgen könnte, heißt es in der Beschlussvorlage. Durch einfache Mittel, wie das Aufstellen von bepflanzten Schachtringen mit Reflexionsstreifen, wäre das Vorhaben günstig und schnell realisierbar. So handhabte es die Gemeinde bereits in der Straße „Hohes Feld“ in Westervesede.

Der Kostenfaktor würde demnach rund 3.000 Euro betragen. Zudem würden die Unterhaltungskosten der Straße „Zur Mühle“ deutlich geringer ausfallen, da sie durch den sinkenden Verkehr weniger belastet würde.

Am Donnerstag hat auch der Verwaltungsausschuss der Schließung zugestimmt, sodass diese nun umgesetzt werden kann.

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