25 Notfallpunkte finden sich in der Gemeinde

Schilder weisen Rettern den Weg

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Die Mitglieder des Scheeßeler Seniorenbeirates vor einem Ortsplan der Gemeinde Scheeßel. 25 Notfallpunkte gibt es inzwischen, entsprechende Markierungen finden sich auf den Karten bislang aber noch nicht.

Scheeßel - Wenn einer eine Reise tut, dann kann ihm viel passieren. Deshalb wurden beispielsweise die Notrufsäulen an den Autobahnen erfunden. Ihr großer Vorteil: Wer immer sie betätigt, wird automatisch geortet, man muss nicht wissen, wo genau in der Fremde man sich gerade befindet.

Während es an Autobahnen und großen Straßen an Hinweisen auf Orte nicht mangelt, sieht es in ländlicheren Regionen schon anders aus. Und dort, wo nur noch Landschaft ist, wird es richtig schwierig, im Notfall Hilfe herbeizurufen, selbst wenn das Handy Empfang hat.

Im Wald und in der Feldmark verraten eigens aufgestellte Tafeln den genauen Aufenthaltsort. Seit Sommer vergangenen Jahres gibt es auch in der Gemeinde Scheeßel flächendeckend an entlegenden Stellen solche Punkte. „Das ist gerade für ältere Menschen eine Supersache“, finden die Mitglieder des örtlichen Seniorenbeirates, der das Projekt 2015 mit angeschoben hatte. So war man zunächst ausgeschwärmt, um festzustellen, an welchen Stellen eine Beschilderung sinnvoll ist.

Rettungsleitstelle kennt die markierten Orte

Inzwischen hat die Gemeinde bereits 25 Tafeln in Position gebracht – an Wegweisern, Bänken, Bäumen oder an Pfählen – und die Punkte dem Landkreis die GPS-Daten zur Satellitenortung übermittelt, die dann bei der Rettungsleitstelle hinterlegt werden. Dabei ist in und um Scheeßel an Orte gedacht worden, die beispielsweise bei Spaziergängern, Radfahrern oder Hundebesitzern beliebt sind, deren Lage aber schwer zu beschreiben ist. Wer kennt schon die genauen Koordinaten seiner Lieblingsjoggingroute?

Neben der Aufschrift „Landkreis Rotenburg” enthalten die Tafeln die Notrufnummer 112 und die Notfallpunkt-Kennung. Wer den Code aus der Abkürzung ROW und vier Ziffern per Handy an die Leitstelle übermittelt, ist für die Rettungskräfte sicher auffindbar. Nun müssten die festgelegten Notfallpunkte auch auf den gängigen Ortsplänen kenntlich gemacht werden, lautet die Forderung.

Um das Projekt in der Öffentlichkeit noch ein wenig bekannter zu machen, plant der Beirat eine Informationsveranstaltung, deren Termin allerdings noch nicht feststeht.

hr

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