Vereine tauschen sich beim dritten Netzwerktreffen aus

Kalender soll digital werden

Jörg Schories (v.l.) und Sabine Scherz vom TV Scheeßel freuen sich über die Unterstützungszusage von Bürgermeisterin Ulrike Jungemann.
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Jörg Schories (v.l.) und Sabine Scherz vom TV Scheeßel freuen sich über die Unterstützungszusage von Bürgermeisterin Ulrike Jungemann.

Etwa 20 der insgesamt rund 100 Vereine in Scheeßel beteiligten sich am dritten Netzwerktreffen, das der TV Scheeßel ausgerichtet hat. Um künftig Terminüberschneidungen zu verhindern, plädieren die Vereinsvertreter für einen digitalen Kalender.

Scheeßel – Sport, Kultur und Brauchtum, dazu Feuerwehr und Bürgerbus – mehr als 100 Vereine hat Scheeßel zu bieten – ein rekordverdächtiger Fakt, der auch der neuen Bürgermeisterin Ulrike Jungemann Respekt abringt.

Etwa die Hälfte der Vereine hat bei der Gemeinde einen Kontakt hinterlegt und konnte so von Jörg Schories vom TV Scheeßel zum dritten Netzwerktreffen der Vereine eingeladen werden. Etwa 20 Vereine waren am Freitag im Scheeßeler Hof vertreten.

Nach den Beekscheepers, die 2018 die Initialzündung für eine Vernetzung gegeben hatten, und dem Heimatverein als Ausrichter 2019 übernahm nun der TV Scheeßel, mit mehr als 1 300 Mitgliedern wohl größter und mit 130 Jahren einer der ältesten Scheeßeler Vereine, die Gastgeberrolle.

Aus den elf Männern, die sich zum Turnen trafen, ist – so ging aus Schories‘ ausführlicher Präsentation mit Imagevideo hervor – ein breit aufgestellter Verein mit zahlreichen Sparten gewachsen, dessen jugendliche Mitglieder die stärkste Gruppe stellen.

Während einige Sportarten nur eine Gruppe umfassen, sind andere wie Basketball oder Ju-Jutsu breiter aufgestellt. Ein Beispiel par excellence ist das Turnen. Unter diesem Oberbegriff verbergen sich klassischen Geräteturnen, aber auch Trampolin, Pilates, Zumba, Tanzen und Hockergymnastik.

Angesichts so sportlicher Scheeßeler, von denen jeder Fünfte Mitglied im TV ist, wie Schories vorrechnete, zog Jungemann den Hut. Sie versprach, die Vereine zu unterstützen, und das vor allem durch Unterstützung des Vernetzungsgedankens. Für Konkreteres sei es nach gerade mal zwei Wochen im Amt jedoch noch zu früh.

Konkreter wurde Detlev Kaldinski als Vertreter der Kulturinitiative KIS: Das beim letzten Treffen avisierte und aus Fördergeldern angeschaffte Veranstaltungsequipment für alle Vereine sei teils fest installiert, teils nach einer Einweisung auch andernorts nutzbar und habe inzwischen im Scheeßeler Hof Einzug gehalten, um die geplante Anschaffung von Podesten bemühe man sich noch. Ebenfalls vom Ratsmitglied angeregt: ein Vereinsvertreter in beratender Funktion im entsprechenden Gemeindeausschuss.

Ein weiteres Thema, das mehreren Teilnehmern auf den Nägeln brennt, ist der Veranstaltungskalender der Gemeinde.

Die Vorlaufzeit für die Druckversion sei für einige Vereine zu knapp bemessen. Kaldinski regte deshalb einen digitalen Kalender nach dem Vorbild der Stadt Rotenburg an, der in Zukunft auch Terminüberschneidungen wie etwa dem zeitgleichen Kantoreikonzert wohl vorbeugen würde.

Auch die Förderrichtlinie der Gemeinde brachte er auf den Prüfstand: Eine Übernahme von 30 Prozent der Kosten bei defizitären Veranstaltungen sei nicht auf einen Totalausfall wie während der Pandemie zugeschnitten. Anstelle eines Defizitausgleichs plädierte er für einen Kulturetat, der kulturelle Veranstaltungen bezuschusst.

Die eigentliche Netzwerkarbeit, sie ging nach dem Ende des offiziellen Teils los. Ein Ausrichter für die nächste Runde wird noch gesucht.

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