Scheeßeler Unternehmen Mam spendet für Hospizverein

Personal entscheidet über guten Zweck

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Gemeinsam für lokale Kinderhospizarbeit: Gerhard Eimer von der ambulanten Kinderhospizarbeit „Fidelius” (l.) und Mam-Geschäftsführer Jochem Neijssen.

Scheeßel - Basisdemokratie, Umweltbewusstsein, Regionalität und lokaler Bezug – das Scheeßeler Unternehmen Mam schlug mit seiner diesjährigen Weihnachtsaktion viele Fliegen mit einer Klappe. Seit einigen Jahren verzichtet man dort auf das Versenden von Weihnachtspost und -gaben an Kunden und spendet den gesparten Betrag für einen guten Zweck, jedes Jahr für einen anderen. Dabei gehe es jedoch nicht um die Kostenersparnis: „Einen guten Zweck zu bedenken, passt einfach besser zum Weihnachtsgedanken“, erklärt Geschäftsführer Jochem Neijssen.

Was mittlerweile in vielen Unternehmen weltweit praktiziert wird, hat bei dem Hersteller von Babyprodukten eine besondere Note: Der jeweilige Zweck wird von den Mitarbeitern vorgeschlagen und abgestimmt. In diesem Jahr haben sich die rund 55 Beschäftigten für die Unterstützung der ambulanten Kinderhospizarbeit „Fidelius“ in Rotenburg entschieden. „Damit schließt sich in gewisser Weise auch ein Kreis“, freut sich Neijssen, „schließlich geht es bei dem, was wir hier machen, auch um Kinder.“ Und er begrüßt, dass der Betrag von stolzen 1000 Euro einem Projekt in der Region zugute kommt: „Da lässt sich unmittelbarer verfolgen, was mit dem Geld Gutes angefangen wird.“

Das konnte Gerhard Eimer vom Vorstand ihm schon bei der Übergabe des symbolischen Schecks ziemlich genau verraten: „Wir stellen fest, dass es einen immer größeren Bedarf nach der Begleitung der Trauerarbeit von Kindern gibt “, so das Vorstandsmitglied des „Vereins für Hospizarbeit in der Region Rotenburg“. So sollen in Zukunft den zehn im ablaufenden Jahr ausgebildeten ehrenamtlichen Kinder-Trauerbegleitern weitere folgen. Derzeit engagieren sich darüber hinaus vier Mitstreiter in der Kindersterbe-Begleitung und rund 30 bei Erwachsenen.

Gerhard Eimer begrüßte die Spende umso mehr, weil man als lokales Projekt nur langsam in den Fokus der Beachtung gerate: „Schön, dass wir auch angesichts aller anderen aktuellen Probleme nicht vergessen werden!“

hey

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