Eine lebendige Zeitreise

Scheeßeler Museumsfest fasziniert Besucher

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Ein Folkoreprogramm, hier ein Auftritt der Beekscheepers, rundete den Museumstag ab.

Scheeßel - Wie der Drehort für einen Film aus dem 19. Jahrhundert wirkt das Meyerhof- und Heimathausgelände – und das hat der Heimatverein Scheeßel beim Museumsfest wieder einmal gut nutzen können. Alte Handwerkstechniken, ländliche Kultur und jede Menge folkloristische Darbietungen ließen am Tag der Arbeit Geschichte lebendig werden.

Die Parkplätze rund um das Museumsgelände wurden knapp und ein Blick auf die Nummernschilder zeigte, dass nicht nur Gäste aus dem Landkreis Rotenburg gekommen waren. Am 1. Mai zum Museumsfest nach Scheeßel zu fahren, das ist für viele Familien zur Tradition geworden. Neben einem abwechslungsreichen Musik- und Folkloreprogramm mit elf Gruppen auf der Bühne vor dem Häuslingshaus kamen auch die vielen jungen Besucher auf ihre Kosten: Die Gelegenheit, ein eigenes Vogelhäuschen zu bauen, nahm beispielsweise Philipp Lüdemann (12) aus Hetzwege wahr, der unter fachkundiger Anleitung seines Vaters Hans-Jürgen und Fachfrau Johanna Porrath am Stand des Hegerings Scheeßel eine Behausung für die gefiederten Gartenbewohner baute.

Mittelaltergruppe und Pfadfinder als Anziehungspunkt

Bei den Reepschlägern bewies Laurenz (7) aus Visselhövede sein Geschick und hielt nach vollbrachter Tätigkeit stolz sein selbst gedrehtes Stück Seil in den Händen. Hobbyseiler Hans-Werner Mattfeldt aus Hellwege erklärte ihm geduldig die einzelnen Schritte des alten Handwerks und ging seinem kleinen „Lehrling“ zur Hand.

Im wahrsten Sinne des Wortes heiß her ging es in der alten Schmiede, wo Hobbyschmied Jan Parthey (20) das Feuer in der Esse schürte, damit Martin Schwabauer (10) sein Eisen schmieden konnte. „Es raucht zwar doll und es ist laut, aber mir macht das großen Spaß“, erklärte der taffe Junge aus Scheeßel.

Museumsfest in Scheeßel

Die Mittelaltergruppe Dat Beekfolk sowie die Pfadfinder vom Stamm der Weißen Rose hatten ihre Lager auf dem Heimathausgelände aufgeschlagen und waren mit verschiedenen Angeboten und einem Glücksrad Anziehungspunkt für die junge Generation.

Viel zu tun hatte das Team „Butterkuchen backen für Kinder“: Ganze 18 Bleche wurden in den historischen Backofen geschoben. Eine erfolgreiche Premiere feierte die Rallye „Altes Handwerk“: Mit Unterstützung des Kobolds Willi Winkelmann erforschten die kleinen Teilnehmer die Stände auf dem gesamten Museumsgelände und erfuhren so nebenbei viel Wissenswertes über Handwerk und Leben in alten Zeiten.

hu

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