Scheeßeler Grundschulkinder freuen sich über neuen Aufenthaltsort

Betreuungslücke geschlossen

Ziehen bei der erweiterten Ganztagsbetreuung an einem Strang: Schulleiterin Meike Nerding-Ehlbeck (v.l.), Fördervereinsvorsitzende Peggy Miesner und Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele.
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Ziehen bei der erweiterten Ganztagsbetreuung an einem Strang: Schulleiterin Meike Nerding-Ehlbeck (v.l.), Fördervereinsvorsitzende Peggy Miesner und Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Die Ganztagsbetreuung an der Grundschule Scheeßel ist nichts Neues – eingeführt wurde dieses Angebot immerhin schon zum Schuljahr 2008/2009. Neu ist jedoch der Raum, der Kindern nun für eine Spätbetreuung zur Verfügung steht. Am Donnerstag wurde die „Spielwiese“ im Schultrakt am Kreuzberg feierlich eingeweiht.

Die beiden Zweitklässler sind begeistert vom neuen Betreuungsraum. „Der ist schön gestrichen, es gibt Spiele und eine Kuschelecke“, schwärmen die Jungs. Mit weiteren Schülern verbringen sie die Zeit von 15.45 bis 17.30 Uhr in diesem Raum. „Es gab berufstätige Eltern, die sich gewünscht hatten, nach unserem staatlichen Ganztagsangebot noch zusätzliche Betreuungszeiten vorzuhalten“, erläutert Schulleiterin Meike Nerding-Ehlbeck die Notwendigkeit für den Ausbau. „Für Kinder ist das ein langer Tag, eine Betreuung im Klassenraum hielten wir für unangemessen – so musste eine Räumlichkeit her, die es ihnen erlaubt, sich zu Hause zu fühlen.“

Und das tun die Kleinen schon. Seit September hat das Projekt in Trägerschaft des Schulfördervereins an Fahrt aufgenommen – entsprechend der Nachfrage, sieben Familien werden aktuell unterstützt, bisher an zwei Wochentagen. Anvisiert sei im neuen Schulhalbjahr jedoch eine tägliche Betreuung, so Nerding-Ehlbeck. „Wir lassen uns da mal überraschen, wie viele Anmeldungen uns erwarten.“

Ganz unerfahren ist der Förderverein mit der Schülerbetreuung nicht, wie die Vorsitzende Peggy Miesner erläutert. „Seit 2008 schon bieten wir für unsere Grundschüler Ferienbetreuungen an.“ Rund 50 Familien würden dieses Angebot in Anspruch nehmen. Für sie sei der Elternwunsch nach weiteren Betreuungszeiten nachvollziehbar: „In den Krippen und Kindergärten gibt es ja bereits Ganztagsangebote von 7 bis 17.30 Uhr, sodass berufstätige Eltern nach der Einschulung ihrer Kinder bisher vor dem Problem standen, dass diese Zeiten nicht weiter aufrecht erhalten worden sind.“

Lange Zeit habe sich der sechsköpfige Vereinsvorstand Gedanken darüber gemacht, wie man diese Betreuungslücke schließen könne. Doch dann sei alles ganz schnell gegangen, so Miesner. Mit einem Abstellraum im Dachgeschoss des Schulgebäudes war ein geeigneter Raum gefunden. Für den Ausbau zeichnete die Gemeinde verantwortlich, die Ausstattung lag in den Händen des Fördervereins.

Dass Kinder im ländlichen Scheeßel nun vom elften Monat an bis zum zehnten Lebensjahr an fünf Wochentagen ganzjährig und ganztags betreut werden können, wertet sie als eine Besonderheit. Das sieht auch Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele so. Da sich der Förderverein derart für das Projekt engagiert habe, sei es ihren Worten nach der Gemeinde leichter gefallen, diese Bemühungen um einen Betreuungsraum finanziell zu unterstützen.

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