Das Scheeßeler Einzelhandelskonzept im Überblick

Zahlen, Daten, Fakten

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So sieht der Vorschlag der GMA für den zentralen Versorgungsbereich in Scheeßel aus.

Scheeßel - Mehrere Aspekte sind in das Einzelhandelskonzept geflossen. Nachfolgend sind die wesentlichen Eckpunkte aufgeführt:

Bürgerbefragung: 843 Fragebögen sind ausgewertet worden, was bezogen auf alle Haushalte in der Gemeinde eine Quote von 18 Prozent ausmacht. Auffälligkeiten habe es laut der Gutachterin Katharina Staiger bei den Absenderadressen gegeben: „Es gab Ortschaften, da war der Rücklauf schon extrem gering – ein sichereres Anzeichen dafür, dass sich die dort lebenden Bürger mit Scheeßel nicht mehr so verbunden fühlen und offenbar umorientiert haben.“ 89 Prozent der Befragten würden ihren Einkauf im Beeke-Ort tätigen, vor allem im Bereich Lebensmittel (87 Prozent) und Schreibwaren (83 Prozent). „Im Grundbedarf ist also eine hohe Ausrichtung auf Scheeßel erkennbar“, so die Gutachterin, die noch weitere Zahlen parat hielt: So habe die Hälfte der Befragten angegeben, dass ihnen gewisse Geschäfte nicht gefallen würden. Und: Das Kaufhaus Kolkmann steht auf der Beliebtheitsskala mit 40 Prozent ganz oben. „Bei den Lebensmitteln deutet jedoch das eine oder andere auf einen Optimierungsbedarf hin“, erklärte sie.

Wohnorterhebung: Auch die Herkunft der Kunden ist untersucht worden. Dazu wurden knapp 1000 Menschen befragt. Das Ergebnis: Mehr als 80 Prozent der Gemeindeeinwohner kaufen beim Edeka ein, gefolgt von Aldi (78 Prozent) und Penny (60 Prozent). Letzterer Discounter würde Staigers Worten nach interessanterweise stark von Bürgern aus der benachbarten Samtgemeinde Fintel frequentiert. Und auch das Kaufhaus Kolkmann generiere zu 20 Prozent Kaufkraft von außen. „Das ist eindeutig ein Umsatzanteil, der mit Auswärtigen gemacht wird.“ Mit Blick auf die Verflechtungen zur benachbarten Kommune müsse Scheeßel als Grundzentrum darauf achten, dass nicht zu viel Kundschaft von außerhalb angezogen würde. „Lauenbrück ist ja selbst ein Grundzentrum, da geht die Raumordnung nicht mehr mit.“

Kaufkraft: „Theoretisch haben alle Einwohner der Gemeinde zusammen 67 Millionen Euro in der Tasche, um dieses Geld im Einzelhandel auszugeben“, so Staiger. Davon würden jedoch 57 Prozent an andere Stellen fließen. „Das ist ein gigantisches Volumen, was da rausgeht.“

Bestand: Scheeßel verfügt derzeit über 47 Betriebe mit einer Gesamtverkaufsfläche über 14000 Quadratmeter und einem Schwerpunkt im Grundbedarf. „Für die zentrale Versorgungsfunktion ist man gut ausgestattet, Optimierungsbedarf gibt es aber noch, was die städtebauliche Situation angeht“, konstatierte Staiger.

lw

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