Scheeßeler beteiligen sich an Motorradtour der Rotenburger Werke

Hoftorte und heiße Öfen

Engagieren sich gemeinsam bei der Werke-Bikertour (v.l.): Uwe Wolters, Thomas und Ilse-Marie Voß, Heike Wolters und Kaffeeranchbiker Axel und Andrea Röhr.
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Engagieren sich gemeinsam bei der Werke-Bikertour (v.l.): Uwe Wolters, Thomas und Ilse-Marie Voß, Heike Wolters und Kaffeeranchbiker Axel und Andrea Röhr.

Scheeßel/Abbendorf - Wenn sich heute 80 Biker im Rahmen der vierten Motorradtour der Rotenburger Werke in Bewegung setzen, ist das keineswegs eine reine Rotenburger Angelegenheit. Nicht nur, dass die Route in der nunmehr vierten Auflage erstmalig auch nach Abbendorf führt; es sind so viele Scheeßeler beteiligt wie noch nie.

Alte Hasen sind Ilse-Marie und Thomas Voß – er als Quadfahrer, der wie in den drei Vorjahren wieder im Gespann einen Bewohner der Rotenburger Werke mitnimmt, seine Gattin als „guter Geist“ mit den Beekelöwen in Kirchlinteln, wo das Fest traditionell auf „Scholly’s Hof“ bei ihrem Bruder seinen Ausklang bei einem Aktionstag findet. Erstmals dabei sind Mitglieder der Westerescher Vereinigung „Kaffeeranchbiker“. „Nach unserer mehrfachen Teilnahme beim „Nico Stars Charity Ride“, einer Veranstaltung zugunsten krebskranker Kinder in Hamburg, wollten wir uns endlich mal vor Ort engagieren – wo es so wunderbare Veranstaltungen hier im Landkreis gibt“, erzählt Andrea Röhr, die den Konvoi mit einigen anderen „Solofahrern“ begleiten wird.

Ihr frisch angetrauter Ehemann Axel hat sich zum ersten Mal gemeldet, einen Behinderten mitzunehmen. Nach dem ersten Infotreffen und gegenseitigem Beschnuppern potenzieller Fahrerteams war ihm klar: „Da musst du mitmachen – die waren so begeistert, so offen und voller Vertrauen – da ging einem das Herz auf!“ Diese Erfahrung bestätigt auch Thomas Voss: „Viele freuen sich schon das ganze Jahr auf diese Tour, für einige ist das wie Weihnachten und Ostern zusammen!“ Andrea Röhr hat bewegt, „wie sich Menschen über etwas freuen können, was für uns ganz alltäglich ist.“ Dabei diente das Vorbereitungstreffen nicht nur dazu, geeignete Fahrer und Mitfahrer zusammenzubringen – „auch wir Fahrer wurden ganz genau angeguckt und nach unseren Beweggründen befragt“, so Röhr.

Ein mulmiges Gefühl, einen Fremden mitzunehmen, noch dazu mit Einschränkungen, hat er nicht: „Ich fahre seit 1978, um die 30000 Kilometer pro Jahr und viel mit Kindern – da muss man sich drauf einstellen.“ Außerdem, so bestätigt Voß, sei das Tempo eher „gemächlich“ – auch wenn er schon einige „besondere“ Situationen mit seinen Gästen erlebt hat.

Mit im Boot ist auch das Ehepaar Heike und Uwe Wolters, Betreiber des Hofcafés im Grünen in Hetzwege. Als sie von Organisator Leonhard Park gefragt wurden, ob man hier mit den rund 80 Mann Station machen könne, zögerte sie nicht lange – auch wenn sie statt wie sonst allein für die Bewirtung der in drei Konvois eintrudelnden Gäste vier bis fünf Helfer braucht.

Auch sie und ihr Mann wollen zu dem Benefizgedanken beitragen, und das nicht nur an diesem einen Tag. So werden die Hälfte aller Erlöse aus dem Verkauf der eigens kreierten „Hoftorte“ drei Wochen lang für den guten Zweck gestiftet und fließen ebenso wie die Einnahmen aus der Motorradtour zu gleichen Teilen an das Kinderhospiz Löwenherz und den Freizeitbereich der Rotenburger Werke.

hey

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