Fünf Verletzte in Westervesede

Mehrfamilienhaus in Brand: Feuerwehr rettet mehrere Bewohner von Balkonen

Ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus, im Vordergrund Einsatzkräfte der Feuerwehr.
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Bei einem Dachstuhlbrand in Scheeßel-Westervesede musste die Feeerwehr mehrere Personen in höchster Not aus dem Gebäude retten.
  • Tobias Johanning
    vonTobias Johanning
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Die Feuerwehr hat in der Nacht zu Dienstag neun Menschen aus einem brennenden Mehrfamilienhaus in Scheeßel-Westervesede im Landkreis Rotenburg (Wümme) gerettet.

Laut Feuerwehrangaben meldeten Anwohner gegen 3.30 Uhr einen Dachstuhlbrand an der Straße Osterende. Die Anrufer beschrieben, dass sich noch mehrere Personen im Dachgeschoss und auf Balkonen befinden. Für neun von ihnen war der Fluchtweg durch das Treppenhaus aufgrund der Flammen und des Rauchs abgeschnitten.

Die Feuerwehrleute gingen über mehrere Leitern in das Gebäude und retteten neun Menschen ins Freie. Insgesamt konnten sich noch 16 weitere Personen selbstständig nach draußen retten. Fünf der 25 betroffenen Bewohner erlitten Verletzungen, sowie Rauchgasvergiftungen und wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gefahren.

210 Feuerwehrleute in Westervesede stundenlang beschäftigt

Insgesamt kämpften bis zu 210 Feuerwehrleute über mehrere Stunden hinweg gegen den ausgedehnten Dachstuhlbrand, der sich auf etwa 50 Metern Länge ausgebreitet hatte. Die Retter konnten ein Übergreifen der Flammen auf nebenstehende Gebäude verhindern. Das Mehrfamilienhaus ist jedoch nahezu vollständig zerstört worden.

Die Brandursache sowie die Höhe des Sachschadens waren am Dienstagmorgen noch unbekannt und werden von der Polizei ermittelt. Im Gerätehaus der Feuerwehr konnten die betroffenen Bewohner zunächst unter anderem mit Essen versorgt werden. Die Gemeinde Scheeßel war am Vormittag damit beschäftigt, Notunterkünfte für die Anwohner bereitzustellen. Die Nachlöscharbeiten dauerten am Dienstagvormittag noch an.

Nach dem Brand eines Mehrfamilienhauses war die Feuerwehr am Dienstag noch damit beschäftigt, Brandnester zu überwachen.

Nachdem der Brand gelöscht war, rückte ein Großteil der Einsatzkräfte noch am Vormittag ab. Die Ortswehr Westervesede verblieb mit zwei Fahrzeugen noch mehrere Stunden vor Ort, um die Brandstelle auf mögliche Brandnester hin zu überwachen. Danach wurde die Einsatzstelle abgesichert, Nachlöscharbeiten sollten noch bis in den Abend hinein abgesichert werden.

Der Polizei soll es voraussichtlich ab Mittwoch möglich sein, das Haus zur Ermittlung der bisher noch unbekannten Brandursache zu betreten. Auch zur Schadenshöhe war am Dienstagmittag noch nichts bekannt. „Fest steht, dass das Haus zunächst nicht betreten werden kann und nach dem Löschwassereinsatz unbewohnbar ist“, so Opitz. (JOTO/hey)

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