Gemeinde beschließt Einrichtung eines fünften Wahlbezirks im Kernort

Scheeßel sucht Wahlhelfer

Die Gemeindevertreter Stefan Behrens und Frank Thies haben die Umverteilung der Wahlbezirke genau durchdacht. - Foto: hey

Scheessel - Von Ulla Heyne. Wer bei der nächsten Kommunalwahl am 11. September sein angestammtes Wahllokal ansteuert, ohne vorher auf seine Wahlbenachrichtigung zu gucken, könnte eine Überraschung erleben, wenn er vor der falschen Tür steht. Der Grund: Die Gemeinde hat die Wahlbezirke neu aufgeteilt.

Dieser Schritt sei nötig geworden, weil vor allem durch die Neubaugebiete die Zahl der Wahlberechtigten im Laufe der Jahre stetig gewachsen sei, erklärt Gemeindevertreter Frank Thies. „Durch die neue Aufteilung in fünf statt wie bisher vier Wahlbezirke hat jedes Team im Kernort nun nur noch zirka 1 100 Wähler zu betreuen anstatt 1 500.“ Im Vergleich dazu blicken die Wahllokale auf den Dörfern auf komfortablere Zahlen; in Jeersdorf stehen beispielsweise 1 061 Wahlberechtigte auf der Liste. Die Neuverteilung betrifft vor allem den südlichen Kernort; die Straßen links und rechts des Veerser Wegs sind nun dem neuen Wahllokal im Kindergarten Sperlingsweg zugeordnet.

Mit der Vorlage und Absegnung durch den Rat ist es für die Gemeindevertreter jedoch nicht getan, denn, so erläutert Fachbereichsleiter Inneres Stefan Behrens: „Jetzt brauchen wir acht weitere Freiwillige, sinnvollerweise aus dem Kernort, die sich dem demokratischen Gedanken verpflichtet fühlen und sich ehrenamtlich für ein Erfrischungsgeld von 40 Euro als Wahlhelfer zur Verfügung stellen.“ Einzige Bedingung: Die Freiwilligen müssen selbst wahlberechtigt sein, „aber nicht zwingend aus dem neuen Wahlbezirk“, so Behrens.

Angst vor dem neuen Amt müsse niemand haben: „Wir werden die Teams so mischen, dass den Neulingen erfahrene Wahlhelfer zur Seite gestellt werden“, verspricht Behrens. Und auch die zeitliche Verpflichtung sei überschaubar: „Gleichzeitig müssen alle acht Mitglieder des Wahlvorstands eigentlich nur zum Auszählen ab 18 Uhr zugegen sein“, so Thies. Das könne bei den anstehenden zwei Wahlen (Gemeinderat und Kreistag) zwei bis drei Stunden in Anspruch nehmen. In der Zeit vorher, also von 11 bis 18 Uhr, würden üblicherweise Schichten vereinbart. Und Behrens ergänzt: „Nebenbei macht das Amt vielen auch so viel Spaß, dass sie sich immer wieder freiwillig melden.“ Auch wenn das Gesetz es vorsieht: Verpflichten habe man bis dato noch nie jemanden müssen.

 

Interessierte melden sich bei Amtsleiter Frank Thies – entweder telefonisch unter der Nummer 04263 / 9308-1830 oder per E-Mail an thies@scheessel.de.

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