Erstaunlicher Zuwachs trotz Niedrigzinsen

Scheeßeler St.-Lucas-Stiftung bedankt sich bei Unterstützern

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Karsten Müller-Scheeßel (v.l.), Ingrid Radlanski und Claus-Dieter Winkelmann informierten die Gäste beim Stiftungstreffen im Harmshaus. - Foto: Ujen

Scheeßel - Von Ursula Ujen. Die Spendenbereitschaft in der Kirchengemeinde Scheeßel lässt trotz anhaltender Niedrigzinsen nicht nach – dieses erfreuliche Fazit konnte der Vorstand der Scheeßeler St.-Lucas-Stiftung den geladenen Gästen beim zwölften Stiftungstreffen im Harmshaus verkünden.

Karsten Müller-Scheeßel, der nach zehn Jahren als Vorsitzender im Herbst sein Amt in jüngere Hände legen wird, bedankte sich für das Vertrauen, das dem Vorstand seit der Gründung der Stiftung vor 15 Jahren entgegengebracht werde. „Das ist schon eine tolle Geschichte, war ein ganz großer Wurf“, so der ehemalige Leiter der Eichenschule, „das Kapitalvermögen hat sich dank der vielen Unterstützer seit 2003 auf insgesamt rund 600 000 Euro erhöht, auch durch die bis zum 30. Juni 2019 laufende Bonifizierungsaktion der Landeskirche, die für je drei Euro Zuwendung einen Euro dazugibt und in den letzten beiden Bonifizierungsperioden gut 60 000 Euro zugeschossen hat.“ Hinsichtlich seiner Nachfolge als Vorsitzender der Stiftung mache Müller-Scheeßel sich keine Sorgen – mit Apothekerin Bettina Winkler und Marianne Baehr, Geschäftsführerin der Aller-Weser-Kliniken Verden, sowie einer weiteren Person sei man im Gespräch, entschieden werde darüber im Herbst.

Nach einer musikalischen Einlage von Freddy Schmidt und seinen Geigenschülerinnen Friederike und Dunja sowie dem gemütlichen Kaffeetrinken gab Ingrid Radlanski den Gästen einen anschaulichen Einblick in die Jugendarbeit der St.-Lucas-Kirchengemeinde. Die Regionaldiakonin für Fintel, Lauenbrück und Scheeßel arbeitet zusammen mit Jugenddiakonin Sabine Gerken, deren Stelle auch weiterhin – unter anderem durch die Zuwendung der Stiftung in Höhe von 1 500 Euro – gesichert ist.

Rechnungsführer Claus-Dieter Winkelmann oblag es dann, anhand eines erheblichen Zahlenwerks, das er den Gästen ausführlich und allgemeinverständlich erklärte, einen Überblick über die finanzielle Situation der Stiftung zu verschaffen: „361 Zustifter haben uns 2017 31 623 Euro anvertraut und unser Stiftungsvermögen damit von 544 823 Euro am 31. Dezember 2016 auf 577 804 Euro zum 31. Dezember 2017 anwachsen lassen“, berichtete der ehemalige Sparkassenbetriebswirt. Erheblich dazu beigetragen hätten die freiwilligen Gemeindebeiträge von 309 Gemeindegliedern in Höhe von 19 864 Euro bis zum Jahresende sowie weitere 4 620 Euro während der Bonifizierungsphase der Landeskirche seit dem 1. Juli 2017, zusammen also 24 484 Euro.

„Dass uns in Zeiten niedrigster Zinsen weiterhin so viel Geld anvertraut wird, hat uns erstaunt, gefreut und zutiefst dankbar gemacht“, so Winkelmann weiter. „Dies ist Ansporn, in unserem Einsatz für die Stiftung nicht nachzulassen. Mit Ihnen zusammen hoffen wir auf ein sich wieder normalisierendes Zinsniveau.“ Aus den Zinserträgen 2016 in Höhe von 5 031,22 Euro sind als Projekte die Diakonenstelle Sabine Gerken, die Diakonie-Sozialstation, Luther-Comics der Grundschule sowie die Kinderkathedrale gefördert worden. Bei für 2018 nur zu erwartenden Ausschüttungen von rund 3 000 Euro seien bislang für Sabine Gerken 1 500 Euro und 750 Euro für die Diakonie-Sozialstation verplant. „Das muss jedoch kein Grund dafür sein, 2018 keine Zuschussanträge an die Stiftung zu richten – für überzeugende Projekte werden wir auch Finanzierungswege finden.“ versicherte Winkelmann.

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