Gemeinderat beschließt anteilige Kostenübernahme 

Erweiterung des HVV-Tarifs: Scheeßel legt sich bei der Finanzierung fest

+
Bahnfahrer aus Scheeßel können sich freuen. Sie kommen in den Genuss des HVV-Tarifs. Dafür zahlt die Gemeinde anteilig 134. 000 Euro pro Jahr.

Scheeßel - Die Vereinbarung zwischen Scheeßel und dem Landkreis hinsichtlich der Finanzierung der Erweiterung des HVV-Tarifs ist besiegelt – und das im gleich doppelten Sinne. Setzte am Freitag Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) ihre Unterschrift unter den Vertrag, war es am Vorabend der Rat, der einer Beteiligung an den Kosten – gegenwärtig ist davon auszugehen, dass die Gemeinde jährlich 134 .000 Euro für den ab 2020 geltenden Tarifzoneneintritt aufbringen muss, einstimmig grünes Licht erteilte.

Auf der Sitzung machte Ratsherr Dirk Lange (CDU) deutlich, dass die Ausgestaltung des schienengebundenen Nahverkehrs die originäre Aufgabe des Landes sei. Dies, als auch der Hamburger Verkehrsverbund hätten sich lange gegen die Tariferweiterung sowie den damit einhergehenden Anschluss der Gemeinde gesperrt. Der Hartnäckigkeit der Bürgermeisterin und des Rates sei es seinen Worten nach zu verdanken gewesen, dass das Thema nie so richtig von der Agenda verschwunden sei. „Im Laufe der Zeit konnte auch der widerspenstige Landkreis überzeugt werden, sich hinter das Begehren zu versammeln und für den HVV-Beitritt einzutreten.“ Allerdings, machte Lange deutlich, gelte es weiterhin, für die Übernahme der Finanzierung durch die dafür zuständigen Stellen zu kämpfen.

Bis es da womöglich zu einem Vorstoß komme, müsse, was die Eigenbeteiligung der Gemeinde betrifft, in den künftigen Etatplanungen davon ausgegangen werden, dass die Beiträge im Jahresturnus steigen werden. „Das wird unseren Haushalt dauerhaft belasten“, nannte er die Schattenseite des Anschlusses.

Irritiert zeigte sich die Bürgermeisterin von einem anschließenden Wortbeitrag des Ratsherrn Detlev Kaldinski (SPD). Der erinnerte, dass es vor sieben Jahren einen Antrag seiner Fraktion gegeben habe, wonach die Verwaltungschefin Gespräche mit den HVV-Verantwortlichen aufnehmen solle – auch ein möglicher Eintritt Scheeßels in den VBN sollte geprüft werden. „Dem Eindruck, der offenbar erweckt werden soll, dass wir den Beitritt durch den Antrag einer Fraktion zu verdanken haben, möchte ich entschieden entgegentreten“, ging Dittmer-Scheele in die Offensive. „Denn das Thema beschäftigt uns schon eine ganze Weile länger.“

lw

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Eröffnungsfestival im BO Asendorf

Eröffnungsfestival im BO Asendorf

KVHS Verden feiert „Lange Nacht der Volkshochschulen“

KVHS Verden feiert „Lange Nacht der Volkshochschulen“

Generationenfest der katholischen St. Josef-Kirche und des Caritasstift

Generationenfest der katholischen St. Josef-Kirche und des Caritasstift

„Fridays-for-Future“-Protest in Weyhe

„Fridays-for-Future“-Protest in Weyhe

Meistgelesene Artikel

Kriete-Kanzlei droht mit Klage

Kriete-Kanzlei droht mit Klage

Frau stirbt bei Rettungsübung im Schwimmbad

Frau stirbt bei Rettungsübung im Schwimmbad

Mitschmettern auf Platt

Mitschmettern auf Platt

Großeltern auf Zeit

Großeltern auf Zeit

Kommentare