Wirtschafts- und Tourismusausschuss stellt Vorlage wegen Beratungsbedarfs zurück

Keine Einigung beim Wohnmobilstellplatz

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Die Wohnmobilstellplatzanlage am Helvesieker Weg in der Vorentwurfsfassung. 

Scheeßel - Es war nicht das erste Mal, dass sich der Wirtschafts- und Tourismusausschuss der Gemeinde Scheeßel mit dem Thema beschäftigte. Und es wird nach Donnerstagabend, als die Politiker einmal mehr über eine neue Wohnmobilanlage für Scheeßel sprachen, auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Angesichts vieler Details, die erst in der laufenden Sitzung bekannt geworden waren, machte das Fachgremium einen Rückzieher und ließ mit mehrheitlichem Votum die Vorlage wegen Beratungsbedarfs innerhalb der Fraktionen und Gruppen noch einmal zurückstellen.

Um in der Sache überhaupt weiterzukommen, hatte die Verwaltung das Planungsbüro Horeis und Blatt mit der Erstellung zweier Entwurfsvarianten beauftragt, die Planer Holger Thießen nun während der öffentlichen Sitzung präsentierte. Eine Fläche, die allein schon wegen ihrer optimalen Verkehrsanbindung und der Nähe zum Ortszentrum potenziell infrage käme, liegt am Helvesieker Weg zwischen Stadion und dem schon vorhandenen Campingplatz. Zwölf Stellplätze, für die allesamt eine Stromversorgung eingerichtet wäre, könnten dort entstehen, dazu ein Check-in-Automat, eine Entsorgungsstation und Frischwassersäule sowie ein kleiner Grillplatz in Form eines überdachten Pavillons. Allerdings, und das macht diese Variante sehr teuer: Auf dem 4 000 Quadratmeter großen Areal befindet sich noch ein Nadelwäldchen, welches nach Aufstellung eines Bebauungsplanes gerodet und für das Ausgleichspflanzungen gemacht werden müssten. In Zahlen heißt das: 380 000 Euro müsste die Gemeinde für ein derartiges Vorhaben ausgeben – allein 100 000 Euro davon wären für die Abholzung und die Herstellung der Ausgleichsflächen fällig.

Eine Optionalfläche, die auch in der Diskussion ist und sich deutlich günstiger im Preis niederschlagen würde, liegt an der L 131 südöstlich des Scheeßeler Feuerwehrgebäudes, unmittelbar angrenzend an die Skateanlage. Auch dort, konstatierte der Planer, seien gute Anbindungen an das Verkehrsnetz gegeben. Rodungen müssten vor Ort nicht erst durchgeführt werden, eine Bauleitplanung erübrige sich. Aber, warnte Thießen: „Mit der Skateanlage und dem in der Nähe abgehaltenen Osterfeuer könnte es problematisch werden, wenn dort Wohnmobile stehen.“ Was die technische Ausstattung betrifft sowie die Zahl der Stellplätze gebe es seiner Auskunft nach keinerlei Unterschiede zu der Variante am Helvesieker Weg. Die Investitionskosten würden sich hier auf 290 000 Euro belaufen.

Was die Favorisierung eines Standortes betrifft, tendierten die Politiker in Richtung Stadion. Allerdings, warf Gabriela Villwock (UGS) ein, müsse man auch nach Einsparpotenzialen Ausschau halten. Ob man die Anzahl der geplanten Stellplätze nicht einfach auch halbieren könnte, wollte Dirk Lange (CDU) vom Planer wissen, eine Verkleinerung würde die Kosten für die Rodung doch sicher senken. Dem wollte Thießen auch nicht widersprechen. „Möglich ist das durchaus“, sagte er. - lw

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