200 Jahre Amtsvogtei: Förderverein steckt in den Planungen / Vorstandsriege fast komplett wiedergewählt

Kleiner Festakt, großes Kino

Ein Schmuckstück im Park: 1994 wurde die Amtsvogtei aufwendig renoviert. Heute ist das geschichtsträchtige Gemäuer „Amtssitz“ des Energiekonzerns EWE. -  Fotos: Warnecke

Scheeßel - Das Jahr 1816. In Berlin wird Ernst Litfaß, Erfinder der gleichnamigen Säule, geboren. Von April bis September vernichten nach einem Vulkanausbruch Frost, Schnee und Eisstürme Ernten in Nordamerika und in West- und Mitteleuropa. Und in Scheeßel wird an der Mühlenstraße die Amtsvogtei, erbaut. 200 Jahre später blickt das altehrwürdige Gemäuer, heutiger Sitz des Energieunternehmens EWE, auf eine bewegende Geschichte zurück, die der Förderverein Amtsvogtei im Jubiläumsjahr wieder aufleben lassen möchte.

Nein, ein großes Fest sei sicher nicht zu erwarten, sagt Vorsitzender Rainer Schild. „Schließlich sind wir auch nicht der größte Verein.“ Eher wolle man das Jubiläum im Rahmen der eigenen Möglichkeiten gestalten – mit einer Festansprache, dazu ein wenig Musik – fertig. Damit das vor möglichst vielen Zuschaueraugen geschieht, haben sich die Verantwortlichen den 26. August auserkoren. Dann nämlich findet im Park wieder ein abendliches Kino-Open-Air statt – und genau darin erhoffen sich die Verantwortlichen einen Synergie-Effekt. So soll Karsten Frick, geschichtsaffiner Oberstufenkoordinator an der Eichenschule, vor Filmbeginn die Laudatio auf die zuletzt 1994 von Grund auf restaurierte Amtsvogtei halten. Als musikalischen Partner stellen sich die Förderer Freddy Schmidt und dessen Geigenschüler vor. Diese Art von Musik, so Schild, würde schließlich auch gut zur Gründungszeit der Vogtei passen. Ansonsten alles wie immer? Nicht ganz, denn neben dem obligatorischen Angebot an Popcorn und Bratwurst soll es beim Kinovergnügen dieses Mal auch eine vegetarische Offerte geben. Weitere Details sollen in den kommenden Wochen besprochen und festgezurrt werden.

Der alte ist der neue Vorstand (v.l.): Schriftführerin Cornelia Kürstner, Vize-Vorsitzender Christof Hermann, Vereinschef Rainer Schild und Schatzmeister Manfred Lieder.

Einen wesentlichen Punkt während der Versammlung machten die Vorstandswahlen aus. Nach jeweils einstimmigem Votum bleibt Rainer Schild für die kommenden drei Jahre Vereinschef, Christof Hermann bestätigten die Mitglieder im Amt des Vize-Vorsitzenden, ebenso wie Manfred Lieder (Schatzmeister), Cornelia Kürstner (Schriftführerin) sowie Sabine Brügmann (Vize-Schriftführerin). Nicht wieder zur Wahl ließ sich Reinhard Behrens aufstellen. In sein Amt des stellvertretenden Schatzmeisters rückte Hans-Peter Piesch nach. Als Beisitzer fungieren Manfred Kück und Jan Müller-Scheeßel.

So erfreulich sich das vergangene Jahr aus Sicht des Vorsitzenden auch gestaltet habe – unter anderem mit der Beteiligung an der Aktion „Scheeßel räumt auf“, einem besucherstarken Kino-Open-Air und einer grundsoliden Haushaltslage –, ganz verschont sei man auch dieses Mal nicht von Vandalismus geblieben, so Schild. Sichtlich genervt berichtete er von mehreren zerstörten Schildern sowie dem Diebstahl des Daches eines Infostandes. Die Reparaturkosten müssten wohl erneut mit Mitteln aus der Vereinskasse bestritten werden, aufgestellt solle die Beschilderung dann bei der nächsten Umweltaktion im April.

Zum Abschluss widmeten sich die Mitglieder dem Thema Combi-Markt. Zwar würde der Gebäudekörper nach der Variante zwei unmittelbar an den Park grenzen, „die darin stehenden Bäume werden aber nicht angetastet“, versicherte Schild.

Von Lars Warnecke

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