Vier Prozent Dividende

Heidesand Raiffeisen-Warengenossenschaft legt Mitgliedern positive Bilanz vor

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Geschäftsführer Dieter Masselink (v.l.), Aufsichtsratvorsitzende Maren Schröder-Meyer und Vorstandsmitglied Heiner Meyer legen den Mitgliedern am Mittwoch eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2017/2018 vor. 

Scheessel - Von Heinz Goldstein. Die Heidesand Raiffeisen-Warengenossenschaft Scheeßel hat das Geschäftsjahr 2017/2018 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Die 1 073 Mitglieder können sich über eine Dividende von vier Prozent pro Geschäftsanteil (1 000 Euro) als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk in die Tasche stecken. Das gaben die Aufsichtsratvorsitzende Maren Schröder-Meyer, Vorstandsmitglied Heiner Meyer und Geschäftsführer Klaus-Dieter Masselink während eines Pressegespräches vor der 126. Generalversammlung am Mittwoch in Unterstedt bekannt.

Die Geschäftsführung legte eine Bilanzsumme von mehr als 53 Millionen Euro und ein Rohergebnis aus Umsatzerlösen von 13,4 Millionen Euro vor. Nach der Gewinn- und Verlust-Rechnung steht unter dem Strich ein Jahresüberschuss von rund 681 000 Euro. Das Geschäftsjahr 2017/2018 endete im Juni. Deshalb ist die Dürre des Sommers nicht berücksichtigt. Allgemein gesehen hätten die globalen Unsicherheiten die Agrarwirtschaft nur wenig beeinträchtigt. Der Grund sei, dass das Wachstum durch binnenwirtschaftliche Faktoren getrieben worden sei, berichtete Masselink.

Düngemittelverkauf geht zurück

Beim Landhandel sei das Düngemittelgeschäft um 4,5 Tonnen geringer als im vergangnen Jahr gewesen. Die Düngemittelverordnung, schlechte Befahrbarkeit der Flächen im Frühjahr und die früh einsetzende Trockenheit im Sommer haben die Landwirte vom Einkauf abgehalten. Der Bereich Gärreste, Fourage und Silomaishandel sei weiter gewachsen und bewegt sich um ein Volumen von rund 100 000 Tonnen. Der Bereich Futtermittel hingegen ist marktbedingt etwas schwächer gewesen als im Vorjahr, zählte der Geschäftsführer auf.

Die Getreide- und Ölsaatenumsätze bei Heidesand haben sich gegenüber 2016/2017 um ein Volumen von sieben Prozent gesteigert. Der Körnerfrüchtehandel sowie das Mischfuttergeschäft lagen rohertragsmäßig auf Vorjahreshöhe, so der Geschäftsführer. „Unsere Pflanzenschutzmittelumsätze waren witterungsbedingt schwächer.“ Allerdings konnte der Rohertrag nahezu erhalten werden. Die künftige Entwicklung in diesem Bereich sei höchst ungewiss. Dieter Masselink: „Wir werden auf entsprechende Marktveränderungen reagieren.“ Der Bereich Saaten konnte hingegen um mehr als zehn Prozent ausgebaut werden.

Bei Kartoffeln und Zwiebeln sei das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert worden. Für beides wird Heidesand am Standort Neuenkirchen ein neues Lager bauern. Die Umsetzung soll zum Jahr 2021  erfolgen. Der Energiebereich hat das Vorjahresvolumen fast erreicht, wobei die Treibstoffe leicht gesteigert werden konnten. Bei Heizöl seien die Vorjahreszahlen wegen des milden Winters und der vorverkauften Mehrmengen nicht erreicht worden.

Mit einem Blick auf das im Juni begonnene Geschäftsjahr 2018/2019 liege Heidesands Schwerpunkt auf gut aufgestellte Landwirte in den Bereichen Vieh, Kartoffeln und Zwiebeln sowie Mähdruschfrüchte, so Masselink. „Deren Erzeugnisse liefern wir an Großschlachtereien, den Lebensmittelhandel und Verarbeitungsbetrieben für Kartoffeln, Mühlen und die Mischfutterindustrie.“ Beim Speisekartoffel-Handel sieht Geschäftsführer Dieter Masselink im bereits begonnenen Geschäftsjahr den Ertrag trotz der Dürre im Sommer über Vorjahreshöhe.

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