Personalkosten steigen insgesamt weiter an

Höchste Investitionen im Kindergartenbereich

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Scheeßels Gemeindekämmerin Doreen Rönckendorf stellte erstmals den Haushaltsplanentwurf 2018 vor. 

Scheeßel - Einen ausgeglichenen Haushalt 2018 mit unveränderten Steuerhebesätzen hat die Gemeindeverwaltung in die bevorstehenden politischen Beratungen eingebracht.

Der Haushalt im Umfang von rund 22,7 Millionen Euro weist im Ergebnis zwar ein Minus von 640.000 Euro auf, „diese Differenz können wir aber problemlos aus der Überschussrücklage der vergangenen Jahre ausgleichen“, gab Stefan Behrens, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, am Mittwochabend in der Finanzausschusssitzung zu verstehen. Er sprach von einer „soliden Finanzlage“. Aber: „Auch wenn wir ausgleichen können, werden sich die Rücklagen nach und nach abbauen“, mahnte Kämmerin Doreen Rönckendorf mit Blick auf die Folgejahre.

Dass die Gemeinde tatsächlich einen Kredit aufnehmen muss, um ihre geplanten Investitionen in Gänze umzusetzen, gilt als unwahrscheinlich. Sicherheitshalber rechnet die Kämmerei aber mit einer Kredithöhe in Höhe von 1,6 Millionen Euro. „Ob diese veranschlagte Summe reicht, wird sich in den Beratungen zeigen“, so Behrens.

Im Entwurf stehen Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 5,9 Millionen Euro. Als kostspieligste Posten stellen sich der Bau der Kindertagesstätte am Fuhrenkamp (2,2 Millionen Euro) heraus, das neue Feuerwehrhaus Bartelsdorf/Wohlsdorf, für das ein erster Teilbetrag über 200.000 Euro veranschlagt ist, aber auch Zahlungen an die Kreisschulbaukasse (330.000 Euro) sowie die Kostenbeteiligung am Breitbandausbau mit 140.000 Euro.

Finanziert wird das Ganze aus sogenannten investiven Einnahmen, also aus Zuschüssen oder der Veräußerung von Sachvermögen, aber auch aus dem Saldo des Ergebnishaushaltes (laufende Einzahlungen, Gebühren, Steuern oder Zuwendungen vom Landkreis).

Bei Erträgen betrifft schöpft die Gemeinde aus dem Vollen

Was die ordentlichen Erträge betrifft, kann die Gemeinde aus dem Vollen schöpfen – mehr als die Hälfte stammt aus den Einkommenssteueranteilen, gefolgt von der Gewerbesteuer (15 Prozent), der Grundsteuer (9,7 Prozent) und den Benutzungsgebühren für öffentliche Einrichtungen (9,1 Prozent).

Weiterhin auf einem recht hohen Niveau bewegen sich die Personalkosten: Sie werden sich 2018 auf 7,1 Millionen Euro belaufen, machen inzwischen 31,2 Prozent der ordentlichen Aufwendungen aus – „und damit nur einen Prozentpunkt weniger als die Transferaufwendungen, in denen der ohnehin schon große Posten der Kreisumlage enthalten ist“, so Rönckendorf. Innerhalb dieser Position seien die Kindertagesstätten mit 45,4 Prozent der größte Teil.

Was in diesem Zusammenhang auffällt: Vor allem in den Kitabereich steckt die Gemeinde mit 2,4 Millionen Euro sehr viel Geld, mehr als in ihre Schulen (371.000 Euro). Stefan Behrens: „Es ist die Aufgabe, die bei uns höchste Priorität genießt, wir sind nun mal eine familienfreundliche Kommune.“

lw

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