Ein neuer Anlauf 

Fachausschuss diskutiert Standortfrage für Wohnmobilstellplatz

+
Ein Wohnmobilstellplatz für Scheeßel – auf dem Parkplatz vor dem Sportstadion soll er nun tatsächlich Realität werden. Die „Luxus-Variante“ ist damit vom Tisch.

Scheeßel - Das Thema ist bei Weitem nicht neu, aber nach einer langen Zeit in „Warteposition“ könnte es nun wieder aktuell werden. Es geht um die Einrichtung eines Wohnmobilstellplatzes in Scheeßel – ein Plan, der schon seit vielen Jahren im Gemeinderat diskutiert wird. Mehrere Varianten, wo und in welcher Dimension eine solche Anlage errichtet werden könnte, machten die Runde. Vieles wurde wieder verworfen – und auch an der zuletzt ins Auge gefassten Fläche am Helvesieker Weg zwischen Sportstadion und dem privat-betriebenen Campingplatz, für die die Verwaltung als möglichen Standort mehrere Entwürfe hatte ausarbeiten lassen, findet die Politik plötzlich nun doch keinen Gefallen mehr. Das sollte sich in der jüngsten Sitzung des Scheeßeler Tourismusausschusses herausstellen. Das Vorhaben, hieß es quer durch alle Fraktionen, wäre schlichtweg viel zu teuer.

Aber der Reihe nach: Die SPD/UGS-Gruppe hatte schon vor einem Jahr angeregt, zu gucken, wie sich die Kosten bei einer Flächenverkleinerung auf vier bis sechs Stellplätze gestalten würden. „Wir haben das mit einem Planungsbüro auch darstellen und errechnen lassen“, so Verwaltungsmitarbeiter Stefan Behrens. „Mit dem Ergebnis, dass diese Maßnahme 60 000 Euro günstiger wäre als die Ursprungsvariante.

Günstiger ja, aber mit zu erwartenden Kosten zwischen 320 000 und 380 000 Euro, die für die voll erschlossene Anlage, für die auch erst ein kleiner Wald gerodet werden müsste, immer noch ein großer Batzen Geld. „Das wird man dem Bürger nicht verkaufen können“, so Horst Knobel (Grüne). Dem pflichtete Hans-Jürgen Conrad (CDU) bei: „Es gibt andere Kommunen, die nehmen solche Summen in die Hand, die haben aber auch einen ganz anderen touristischen Zulauf als wir.“ Ihm selbst würde eine komplett abgespeckte Version mit Versorgungstation und Schotterplatz schon reichen – und das, wie seine Fraktion vorschlug, am liebsten auf einem gemeindeeigenen Grundstück am Leehopweg. Dort, wo die Heidesand eine Halle gepachtet hat, könnte man im vorderen Bereich, am Standort eines inzwischen abgerissenen Einfamilienhauses, sehr wohl ohne größeren finanziellen Aufwand und ohne einen Eingriff in den Waldbestand einen „Womo“-Stellplatz schaffen, befand CDU-Mann Dirk Lange. „Man müsste halt nur die Ver- und Entsorgungsleitungen zum Teil wieder reaktivieren.“

Mit „nur“ sei es laut Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) aber nicht getan, sei im Leehopweg doch irgendwann eine Weiterentwicklung von Wohnbauland angedacht. „Wir müssen also aufpassen, dass wir uns hier kein Bein stellen.“ Und günstig sei eine Herrichtung an diesem Standort mit zu erwartenden Kosten im sechsstelligen Bereich auch nicht gerade, ergänzte Stefan Behrens.

Eine gänzlich neue, wenngleich auch irgendwie auf der Hand liegende Variante, für die sich der Fachausschuss am Ende aussprach, brachte Horst Raatz (UGS) ins Spiel. Die bezieht sich auf den am Helvesieker Weg gelegenen Parkplatz vor dem Stadion und wäre tatsächlich mit dem geringsten Aufwand umzusetzen. So sollen dort, zunächst einmal testweise, drei Stellplätze gegenüber von Freedom Fitness eigens für rastsuchende Wohnmobilisten ausgeschildert werden – Bodenmarkierungen inklusive.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Kühlschrank und Kühltruhe reinigen

Kühlschrank und Kühltruhe reinigen

Fotostrecke: Werders Pleite gegen den SC Paderborn

Fotostrecke: Werders Pleite gegen den SC Paderborn

Dörflicher Weihnachtsmarkt in Nordwohlde

Dörflicher Weihnachtsmarkt in Nordwohlde

Nikolausspektakel und Zwergenweihnacht in Hoya

Nikolausspektakel und Zwergenweihnacht in Hoya

Meistgelesene Artikel

Trotz Regens erfolgreicher Nikolausmarkt

Trotz Regens erfolgreicher Nikolausmarkt

Ausschuss kippt Haushaltsentwurf

Ausschuss kippt Haushaltsentwurf

Die Gemeinden im Wachstum

Die Gemeinden im Wachstum

Für mehr Zivilcourage

Für mehr Zivilcourage

Kommentare