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Büchereimitarbeiterin Sabine Scheer verabschiedet sich nach 25 Jahren in den Ruhestand

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Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (r.) bedankt sich bei Sabine Scheer für die in 25 Jahren geleistete Arbeit. 

Scheeßel - Von Ursula Ujen. Die Gemeindebücherei Scheeßel verfügt über einen stattlichen Kundenstamm: Hunderte von Lesern nutzen die neben der Grundschule gelegene Einrichtung – die einen sporadisch, die anderen regelmäßig, und es gibt diverse, die jede Woche mindestens einmal vorbeischauen. Auf ein gewohntes Gesicht müssen die Nutzer allerdings demnächst verzichten – Sabine Scheer geht ab Juli in den wohlverdienten Ruhestand.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde bedankte sich Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) noch einmal für ihre in 25 Jahren geleistete Mitarbeit in der Gemeindebücherei. Dazu eingeladen hatte die Rathauschefin sowohl Kollegen und Weggefährten aus dem Rathaus, aus der Bücherei und vom Büchereiförderverein als auch aus dem familiären Umfeld von Sabine Scheer.

„Für mich ist der Aufenthalt in der Gemeindebücherei jedes Mal Balsam für die Seele.“ – Dieses Zitat einer Leserin beschreibe laut Dittmer-Scheele sehr gut, welchen hohen Stellenwert die Einrichtung bei den Bürgern hätte, und man werde auch künftig versuchen, dieses Angebot in Scheeßel vorzuhalten. Die Kompetenz und Beratung von Sabine Scheer spräche für sich, und sie selbst freue sich immer, wenn sie einen speziellen Tipp von ihr erhalte.

Dann ließ sie die 25 Jahre Mitarbeit von Scheer noch einmal Revue passieren. „In den ersten Stationen der Bücherei in der alten Sportschule Am Kreuzberg und im Meyerhof war Scheer nur Kundin. Ihren Dienst begann sie nach dem Umbau des alten Feuerwehrhauses am 1. Mai 1993 im jetzigen Büchereigebäude. Mit ihren Kolleginnen Marlies Sicks, Edeltraut Riepshoff und aktuell Anja Grobrügge machte Sie daraus einen lebendigen kulturellen Mittelpunkt.“

11 000 Medien ständen den Nutzern zur Verfügung – Bücher und Hörbücher ließen an Aktualität und Auswahl nichts vermissen, und durch die Zusammenarbeit mit der Büchereizentrale Lüneburg sowie die neue EDV-Verbuchungstechnik sei man auf der Höhe der Zeit. Auch das neue Ambiente, an dem Scheer 2013 maßgeblich mitgewirkt habe, überzeuge durch die frischen Scheeßeler Farben.

Dass die Gemeindebücherei Mittelpunkt für kulturinteressierte Scheeßeler jeglichen Alters sei, zeige sich auch durch die Aktivitäten der Mitarbeiter sowie des rührigen Büchereifördervereins: Angefangen vom Bilderbuchkino für Vorschulkinder über Lesungen für Grundschulkinder und Erwachsene, das Krimi-Dinner, Tage der offenen Tür und das Apfelfest bis hin zu Kunstexkursionen und Städtefahrten.

Sabine Scheer bedankte sich abschließend bei Dittmer-Scheele für das in sie gesetzte Vertrauen: „Sie haben uns immer unterstützt, aber auch in Ruhe arbeiten lassen, ohne dass wir aneinandergeraten sind. Auch dass wir allein die Buchauswahl treffen durften, ist nicht überall üblich.“ Der Etat sei so ausgelegt gewesen, dass sie in Ruhe Bücher auswählen konnten und immer etwas in der Rückhand hatten, um auch Exemplare zu besorgen, die nicht auf der Bestsellerliste standen. Nach weiteren Dankesworten an die geladenen Gäste verriet Scheer noch, was sie denn künftig – außer Lesen – machen wird: „Ich werde mehr Zeit mit meinen Enkeln verbringen und Lesen am Meer gefällt mir besonders gut.“

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