Rund 150 Anwesende

Besucherrekorde bei NABU-Sternennacht auf dem Westerholzer Bunkerberg

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Die Sterne und nicht die Menschen standen am Bunkerberg im Mittelpunkt.

Westerholz - Dort, wo sich sonst Fuchs und Hase gute Nacht sagen oder Pärchen vom Hochsitz aus den Sonnenuntergang beobachten, herrschte am Freitagabend Hochbetrieb – und das nicht nur an der Straße, sondern auch am Himmel. Aus gutem Grund hatte der Nabu zur Sternennacht auf den Bunkerberg bei Westerholz geladen, sollte das als Perseidenschwärme bekannte Sternschnuppen-Powerplay doch an diesem Wochenende seinen Höhepunkt erreichen.

„Wir haben ein Wochenende gewählt und einen Tag Reserve eingebaut“, so Nabu-Sprecher Roland Meyer zum Termin der vierten Auflage. Während das Wetter den Sternenguckern im Vorjahr am ersten Abend einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, stimmte dieses Mal auf Anhieb alles: ein durch den Neumond dunkler, klarer Himmel und angenehme Temperaturen trieben ganze Scharen von Hobbyastronomen und Neugierigen mit Kind, Kegel und Campingstuhl auf den Bunkerberg. 

„Wahnsinn“, staunte Meyer angesichts der rund 150 Besucher, „letztes Mal waren wir höchstens 30.“ Mitstreiter Dirk Eckhoff vermutete angesichts der großen Resonanz:: „Das liegt bestimmt noch am nachwirkenden Interesse am Blutmond – so viel war nicht mal beim Astronomietag los!“ Der Helvesieker, Vorstand des Vereins volkstümlicher Astronomie, der sich seit zwölf Jahren der Sternenbeobachtung widmet und eine Sternwarte in Handeloh betreut, schaffte es, unterhaltsam und kenntnisreich seine Leidenschaft zu teilen. Immer wieder richteten er und seine Mitstreiter die vier Teleskope neu aus – auf die Planeten, Sternenleichen, Andromeda-Galaxie.

Zum ersten Mal dabei waren Günther Hünecken und Matthias Evers. Die beiden hatten sich auf eine Zeitungsmeldung hin aus Quelkhorn auf den Weg gemacht. „Das hier war zuerst ganz schön schwer zu finden“, meinten die beiden „Erstgucker“ – die Nachfrage bei Passanten führte sie zum Hochsitz, von dem aus sie sich das Treiben ansahen. Neben vielen externen Gästen hatten auch viele Westerholzer das Ereignis für einen Spaziergang genutzt, darunter viele Familien. Joshua und Tabea Gabriel waren zufrieden: Fünf Sternschnuppen in 90 Minuten – keine schlechte Bilanz für die beiden Kinder aus Jeersdorf. „Ich habe mir jedes Mal das Gleiche gewünscht“, verriet Tabea vom dem Arm des Vaters herab.

Auch Eckhoff erfüllte jede Menge Wünsche, beispielsweise den von Beate Schwarz. Die Sottrumerin bat um einen Teleskop-Blick auf Albireo, einen Doppelstern im Sternzeichen Schwan. Sie beobachte jeden Abend den Himmel, „so habe ich aber noch nie gesehen!“ Meyers Fazit, bevor sich gegen Mitternacht auch die Letzten auf den Weg nach Hause machten: „Eine ganz andere Atmosphäre als im letzten Jahr im kleinen Kreis.“ Sein Anliegen: Die Sensibilisierung für die Erde. „Was für ein besonderer Planet das ist, wird uns an einem solchen Abend erst richtig bewusst.“ 

hey

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