Zielwerte schon erreicht

Sanierungsarbeiten in der Westerholzer Tongrube sind weit vorangeschritten

Die Tongrube Westerholz in der Vogelperspektive.
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Seit 2015 hat sich einiges getan auf dem Gelände der Tongrube Westerholz.

Westerholz – Ein Großteil der Arbeiten ist schon erledigt werden, dennoch kann man im Moment noch nicht sagen, wie lange die Baustelle auf der Tongrube Westerholz noch bestehen bleibt. Diese befindet sich an der Kreisstraße von Hetzwege nach Westerholz. Etwa 500 Meter vor dem Ortseingangsschild türmen sich nach wie vor und die „Erdhaufen“ – der ein oder andere Ortsfremde wird sich schon gefragt haben, was es damit auf sich hat.

„Auch später, wenn wir das Projekt komplett abgeschlossen haben, wird man noch immer eine Anhäufung sehen“, weiß Ole Dahms, Niederlassungs- und Projektleiter bei der Firma Zech Umwelt. Denn am Ende müsse das Regenwasser weiterhin von der ehemaligen Tongrube abgehalten werden, und dies ginge unter anderem durch ein abfallendes Gelände. Ein Dachprofil, also eine Querneigung des Geländes, soll noch aufgebaut werden und bleiben.

Geplant ist der Abschluss der Arbeiten für spätestens 2023. Doch, so Dahms, könne es auch schon früher zu einer Fertigstellung kommen. Ganz genau kann er das zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, auch weil manche noch durchzuführenden Schritte vom Wetter abhängig seien. „Aber wir gehen auf die letzten Arbeiten zu, die wesentlichen Schritte werden noch in diesem Jahr fertig“, erklärt er weiter.

2015 hatte Zech Umwelt den einst dort ansässigen Westerholzer Baustoffhandel mitsamt der Grube übernommen und dabei die Betriebsgenehmigung bis 2023 verlängern lassen. Der Ursprung der Situation vor Ort liegt aber wesentlich weiter in der Vergangenheit. In den 60er- Jahren, so kann man es nachlesen, wurde der dort befindliche See, der nach dem Tonabbau entstanden war, zur Müllkippe. „Unter anderem wurde Flugasche abgelagert“, weiß Dahms.

In Kombination mit dem Regenwasser gelangten Schadstoffe ins Grundwasser und in den Westerholzer Kanal – ein Umstand, der geändert werden musste. „Die Grube musste aufgefüllt, damit keine weiteren Schadstoffe ausgewaschen werden“, erläutert der Experte. Inzwischen sei das meiste Material eingebracht, „aber da passen noch ein paar tausend Tonnen rein“, schildert Dahms.

Die komplette Seite des Grundstücks, die sich an der Straßenseite befindet, ist mit Dränage versehen. Die eingebaute Regenabführung führt um das benachbarte Gelände der Schädlingsbekämpfungsfirma S & A herum. Eine zusätzliche Schlitzwand fehle noch, so die weiteren Ausführungen Dahms. „Wir wollen die Altlast doppelt absichern“, erläutert er die noch ausstehenden Schritte.

Seit Jahren und auch in der Zukunft werde der Westerholzer Kanal und das dort fließende Wasser durch ein Monitoring überprüft – eben um in Sachen Schadstoffe sicher zu sein. „Die Zielwerte der Sanierung sind im Grunde schon jetzt erreicht“, stellt er zufrieden fest. Es seien schon seit mehreren Jahren keine Schadstoffe mehr gemessen worden.

Die umfangreichen Maßnahmen wurden von Beginn an mit dem Landkreis abgestimmt, auch das Umweltministerium in Hannover war involviert. Noch 2017 gab es eine umfangreiche Infoveranstaltung zu den Arbeiten. „Damals hatten wir angeboten, dass wir jederzeit entsprechende Nachfragen beantworten – das ist natürlich auch weiter so“, betont Dahms abschließend.

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