Runter vom Sofa, rein in den Kernort

Gemeinde Scheeßel, GVS und Heimatverein organisieren Abend der offenen Tür

Freuen sich, mit den Scheeßelern einen netten Abend zu verbringen (v.l.): Stefan Behrens und Yvonne Neumann (beide Gemeinde), Torsten Witte (Beekscheepers), Museumsleiter Nils Meyer und Karsten Lüdemann, Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins.
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Freuen sich, mit den Scheeßelern einen netten Abend zu verbringen (v.l.): Stefan Behrens und Yvonne Neumann (beide Gemeinde), Torsten Witte (Beekscheepers), Museumsleiter Nils Meyer und Karsten Lüdemann, Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins.

Scheeßel – Die Corona-Lockerungen machen‘s möglich: Nach langer Pause steht in Scheeßel wieder mal so etwas wie ein Event auf dem Programm. Gemeinde, GVS und Heimatverein haben sich zusammengetan, um „den Leuten die Gelegenheit zu bieten, vom Sofa runterzukommen“, wie es Stefan Behrens, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, ausdrückt. Unter dem Motto „Gemeinsam für Scheeßel“ findet so am Freitag, 2. Juli, von 18 bis 22 Uhr ein Abend der offenen Tür statt – ein erster, vorsichtiger Versuch, der laut Verwaltungsmann dementsprechend auch keinesfalls Volksfestcharakter haben solle.

Im Gegenteil: „Mal wieder rauskommen, Freunde im Ort treffen, von Geschäft zu Geschäft schlendern, damit man auch mal wieder sieht, was hier an Handel und Dienstleistungen angeboten wird, sich das neue Rathaus und die Ausstellungen auf dem Meyerhof angucken und vielleicht bei dem einen oder anderen Gastronomen eine Kleinigkeit essen – das wird an dem Abend, natürlich unter Einhaltung der weiterhin bestehenden Hygienevorschriften möglich sein“, kündigt Behrens im Pressegespräch an. Dabei sei die Idee zu dem Abend gar nicht von ihm, sondern vom Heimatvereinsvorsitzenden Uwe Wahlers gekommen. „Uwe trat neulich beim Besuch von Minister Thümler auf mich zu und fragte, ob man denn nicht mal wieder was zusammen machen könne. Ich fand den Vorschlag super und auch beim GVS kam er gut an.“

Das kann Karsten Lüdemann, der Gewerbevereinsvorsitzende, nur bestätigen: „Ich habe daraufhin bei den Einzelhändlern nachgefragt, ob sie mitmachen – und viele unserer Mitglieder, darunter die Beeke-Manufaktur, Beeke-Reisen, die beiden Apotheken, Schumann, Baden, Lütjen Moden, Kolkmann, Casselius, Optiker Wiese, der Scheeßeler Hof und Head Spa sind jetzt tatsächlich dabei“, freut er sich. Letzteres Friseurgeschäft plant in seinen Räumlichkeiten an der Großen Straße ab 19 Uhr eine Vernissage mit Fotografien von Ralf Siemsglüß unter dem Motto „Lost Places“.

Jeder Geschäftsinhaber, betont Stefan Behrens, sei dann selbst dafür verantwortlich, dass die Hygienevorschriften auch unbedingt eingehalten werden. „Das ist nicht unser Part als Gemeinde, sondern die Verantwortung liegt schon bei jedem selber.“ Gleiches gelte auch mit Blick auf den Meyerhof, wo der Heimatverein die Gelegenheit bekommen wird, seine bereits im März 2020 fertiggestellte Blaudruck-Dauerausstellung endlich einem breiteren Publikum präsentieren zu können. „Und natürlich wird an dem Abend auch unser Kunstgewerbehaus bei wie immer freiem Eintritt zugänglich sein, wo seit einigen Tagen die Ausstellung ,Artenvielfalt‘ gezeigt wird“, verrät Museumsleiter Nils Meyer.

Verdiente Auszeichnung: Die Beekscheepers und die Originale sind Träger der „Tracht des Jahres“. Auch sie werden am 2. Juli im Ort zugegen sein.

Ebenso in das sommerliche Geschehen involviert ist die St.-Lucas-Gemeinde, die die Kirche bis 22 Uhr offen hält. Nicht zu vergessen sind die Beekscheepers und die Original Scheeßeler Trachtengruppe, die erst vor zwei Monaten die Auszeichnung „Tracht des Jahres“ erlangt haben und diese, quasi als Walk-Act, im Ort zur Schau stellen werden. Auch das Buch zur Auszeichnung wolle man bei dieser Gelegenheit anbieten, verrät Torsten Witte vom Beekscheepers-Vorstand, und für Fragen aller Art Rede und Antwort stehen.

Ein bisschen stimmungsvolle Hintergrundmusik soll es auf dem Meyerhof auch geben – „Manfred Küppers hat schon zugesagt, etwas auf dem Akkordeon zu spielen“, berichtet Meyer. Möglicherweise seien auch Helmut und Anne Kröger von den Beek-Uln noch mit an Bord. „Live-Musik ist natürlich immer gut, wir wollen aber, um größere Menschenansammlungen auf einem Fleck zu verhindern, selbstverständlich keine Band auf die Bühne stellen.“

Viele Geschäfte locken mit satten Rabatten.

Dass man konzeptionell noch nicht wieder an alte Zeiten anknüpfen könne, darauf verweist auch Yvonne Neumann, Leiterin des Fachbereichs Ordnung und Soziales im Scheeßeler Rathaus: „Wir werden nicht irgendwo eine Imbiss- und Getränkebude hinstellen können – so würden sich die Leute dort wieder zusammenrotten, gerade bei schönem Wetter.“ Dafür habe aber ja die örtliche Gastronomie regulär geöffnet.

Ein weiteres Highlight, auch wenn Stefan Behrens es im Vergleich zu den anderen Aktivitäten gar nicht unbedingt als solches anpreisen will, bietet sich dem Publikum am Untervogtplatz: Nachdem das neue Rathaus schon eine ganze Weile wieder bezogen ist, kann das nach zweijähriger Arbeit komplett umgestaltete Gebäude an dem Abend in aller Ruhe von innen besichtigt werden. Behrens: „Die Leute haben es lange genug von außen gesehen, jetzt wollen wir es mal zeigen.“ Dazu seien auch Mitarbeiter vor Ort, die für Fragen zur Verfügung stünden. Und: „Für ein nettes Drumherum haben wir ein bisschen was für Kinder vorbereitet, ebenso gibt es ein Gewinnspiel.“ Eine förmliche Einweihung des Hauses, kündigt er an, sei übrigens nach der Sommerpause vorgesehen.

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