Rund 30 Interessierte beim Informationstreffen zu einer möglichen Gründung

Kinderfeuerwehr in Planung

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tehen für eine Kinderfeuerwehr in den Startlöchern: Jennifer Molkenthin (v.l.), Annika Baden und Christine Bremer.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Eine eigene Kinderfeuerwehr – damit wollen die Scheeßeler Brandschützer die Lücke bis zum möglichen Eintritt in die Jugendfeuerwehr schließen und dem demografisch bedingten Wegbrechen von Nachwuchs vorbeugen. Eine Informationsveranstaltung am Montagabend zeigte, wie die mehr als zufriedene Mit-Initiatorin Christine Bremer nach einer guten Stunde des geballten Austauschs feststellte: „Es scheint zu klappen!“

Knapp 30 Interessierte hatten sich in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Scheeßel eingefunden, darunter „Offizielle“ wie Gemeindebrandmeister Dieter Apel, Gemeindejugendfeuerwehrwart Hans-Jürgen Indorf sowie der Jugendwart der Scheeßeler Feuerwehr Andy Peters. Auf dessen Initiative hin hatten sich mit Annika Baden, Jennifer Molkenthien und Christine Bremer bereits erste treibende Kräfte für die Gründung einer Kinderfeuerwehr in Scheeßel gefunden. „Mit Einladung der Vertreter vor Ort wie auch Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Jungen wollen wir ausdrücklich all diejenigen mit ins Boot holen, mit denen wir später kooperieren“, so Bremer, die sich für das Amt der Kinderfeuerwehrwartin warm läuft. Aber auch einige potenzielle Betreuer hatten sich eingefunden, um sich von Rolf Rinck und Rea Martens von der Kreisjugendfeuerwehr Rotenburg über deren Erfahrungen mit der Heranführung von Sechs- bis Zwölfjährigen an den Brandschutz aufklären zu lassen.

Dabei ging es nicht nur um „Dienstkleidung“, (T-Shirts und Jacken sind völlig ausreichend und werden in der Regel gesponsort, so Jungen, seien aber auch wichtig für eine Identifikation), sondern auch um mögliche Dienstlängen und -pläne. Nicht die Ausbildung stehe im Mittelpunkt, sondern die Kinder bei der Stange zu halten: „80 bis 90 Prozent unserer gegenwärtig 21 Kinder wechseln später in die Jugendfeuerwehr“, so Rinck. So solle mit gemeinsamen Bastelaktionen das handwerkliche Geschick gefördert werden, bei Aktivitäten wie Übernachtungen, Ausflügen und Besuchen von Feuerwehr, Polizei und Bürgermeister gehe es um den Zusammenhalt.

Mögliche „Dienstpläne“ sehen Aktionen wie eine Hydrantenrallye, Kerzengießen, Streichholzschachtelduelle oder den Bau eines Insektensaugers vor. Dabei, so sein Appell an die zukünftigen Betreuer, stünden die pädagogischen Aspekte im Vordergrund: „Die Kinder sollten weder über-, noch unterfordert werden!“

Pädagogische Voraussetzungen bringt die potenzielle Führungsspitze bereits mit: Christine Bremer hat als in der Jugendhilfe tätige Heilpädagogin beruflich viel mit Kindern zu tun; ihre Mitstreiterin Annika Baden (20) ist bereits Betreuerin im Jugendbereich, Jennifer Molkenthien (23) ist angehende Lehrerin. Die Neu-Scheeßelerin erhofft sich durch die Tätigkeit neue Kontakte.

In allen Beiträgen wurde deutlich: Die Kinder werden nicht allein gelassen. Das A und O seien Fortbildungen sowie Vernetzung und Austausch mit bestehenden Organisationen. Die gibt es unter anderem in Zeven, Elsdorf und Rotenburg, und auch Sottrum sei in der Gründungsphase.

Wie es weitergeht mit der Gründung der Kinderfeuerwehr, die organisatorisch an die bestehende Jugendfeuerwehr angehängt sein soll: „Zunächst müssen wir eine eigene Satzung erstellen, uns dann in kleiner Runde mit Ehrenamtlichen zusammensetzen, die sich vorstellen können, die zweiwöchentlichen Treffen als Betreuer zu begleiten – und natürlich auf Kindersuche gehen“, so Bremer. Die Zeichen stehen jedenfalls mehr als gut.

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