Scheeßeler Jugendzentrum feiert zehnjähriges Bestehen

Reinschauen, chillen, flirten

Als Renner entpuppten sich die selbst mit Schablonen gestaltbaren T-Shirts. - Fotos: Heyne

Scheeßel - Einfach vorbeischauen, gucken, wer so da ist, auf eins der Sofas flezen und irgendwann etwas spielen oder auch nicht – was im Jugendzentrum sonst vier Mal die Woche zum Standard-Prozedere für momentan rund 25 Jugendliche gehört, hatte nun eine besondere Note.

Kein Wunder, standen die Sofas doch nicht wie sonst in dem Treff an der Zevener Straße, sondern anlässlich des zehnjährigen Bestehens ein paar Meter weiter am Kirchplatz. Und dort wurde das Fest denn auch zelebriert, und das so unspektakulär und entspannt, wie sich auch der Jugendtreff selbst in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat. „Heute sind viele Jüngere zum Gucken gekommen“, berichtet Sozialarbeiterin Sandra Schulze, während sie zwei Viertklässlerinnen beim Herstellen von Buttons im Glitzerlook hilft.

Aber auch einige Ehemalige hätten schon vorbeigeschaut; „die halten auch Jahre später noch Kontakt“, erzählt Peter Wittig, seit 2004 JUZ-Betreuer und somit „Dienstältester“.

Lisa, mit elf Jahren eine der Jüngsten und eigentlich eine Ausnahme, hat sich mit der Schablone Herzen in den Deutschland-Farben auf ein T-Shirt gesprüht, „für heute Abend fürs Fußballspiel“, erklärt sie. Sie ist regelmäßig hier, „mindestens einmal die Woche, manchmal mehr“. Die Mischung scheint aufzugehen: „Es gab Zeiten, wo nicht ganz so viel los war; momentan kommen wieder sehr viele“, so Wittig. Er führt das auf das Bedürfnis der Jugendlichen zurück, neben der Schule einen neutralen Anlaufpunkt zum Treffen von Freunden zu haben, „ohne Stress, aber auch mit gewissen Regeln“.

An diesem Nachmittag schauten auch viele Neugierige vorbei; einige Ratsmitglieder informierten sich, wie der vor einigen Jahren eingeführte vierte Nachmittag angenommen wird, andere besprühten sich ein Shirt mit Fraktions-Buchstaben „für die nächste Ratssitzung“, wie CDU-Kandidatin Peggy Miesner schmunzelt.

Das muntere Kommen und Gehen, das meist am Stand mit den Getränken, Salaten und Hotdogs endet, bewies: Das Jugendzentrum ist längst in der Mitte des Ortes angekommen – und das nicht nur geografisch. - hey

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