Reger Andrang beim Fest der Bücherei / Viel Arbeit für „Bestimmer“

Apfelgelee und ein frisch gepresster Schluck

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Unter Anleitung von Mitgliedern der „Original Scheeßeler Trachtengruppe” presst Julian Hillebrand seinen eigenen Apfelsaft.

Scheeßel - Es sind die kleinen Freuden, die das Leben versüßen – das wissen auch die beiden Scheeßeler „Büchereidamen“ Edeltraut Riebesehl und Sabine Scheer.

Wenn wie am Samstag turnusgemäß das Apfelfest vor und in „ihrer“ Bücherei über die Bühne geht, scheint die Zeit still zu stehen: Alt und Jung treffen sich auf einen Klönschnack bei einem Kaffee und einem Stück Kuchen, die jüngsten Besucher freuen sich wie die Schneekönige, wenn sie beim „Sack-Zielwurf“ mehrfach ins Loch treffen und einen kleinen Preis mitnehmen dürfen. Am Stand der Grundschule erörtern die kleinen Verkäufer Isabella und Niklas (7) mit den potenziellen Käufern, ob das in der Klasse gemeinsam hergestellte Apfelgelee in der Variante mit oder ohne Zimt besser schmeckt. „Deswegen bin ich extra gekommen“, verrät Schulleiterin Meike Nerding-Ehlbeck treuherzig und greift zu.

Das machen auch die Besucher am Stand der „Scheeßeler Originalen“: Der dort selbst gepresste Apfelsaft mundet genauso wie die Striezel der Eigenzüchtung „Scheeßeler Bunter“. Für die rund 50 Bäume, die der Vorsitzende der Trachtengruppe Heiko Klee pro Jahr zieht, gehen schon in der ersten Viertelstunde mehrere Vorbestellungen ein. Drinnen wird der Andrang auf leibliche und geistige Nahrung beim Büchereiflohmarkt noch getoppt durch die Schlange am Tisch der Pomologen. Mehrere Stunden lang inspizieren Michael Schulz und Andreas Kallwitz geduldig die mitgebrachten Äpfel.

Apfelfest in Scheeßel

Nicht immer sind sie sich sicher, um welche Sorte es sich handelt, aber meist: „Bei einigen lokalen alten Sorten, die sich nur von einem Kirchspiel zum nächsten verbreitet haben, müssen wir passen“, so Kallwitz. Frappierend ihre Sachkenntnis: Zu fast jeder einzelnen bestimmten Spezies gibt es eine kleine Geschichte, Hinweise zur Verbreitung oder Besonderheiten obendrauf. Analysiert werden neben Beschaffenheit, Form und Schale vor allem die Stiel- und Kelchgrube.

Wenn das nicht weiterführt, wird das Messer angesetzt und in seltenen Fällen auch probiert. Willi Reuter aus Westeresch nimmt nach der Analyse seinen Gravensteiner wieder mit, „eine alte, besonders schmackhafte Sorte“.

hey

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