Beekscheepers sagen Festival im kommenden Sommer ab

Rechtzeitig die Reißleine ziehen

Schon frühzeitig haben „De Beekscheepers“ die Absage des Beekefestivals bekannt gegeben.
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Schon frühzeitig haben „De Beekscheepers“ die Absage des Beekefestivals bekannt gegeben.

Scheeßel – Gäste aus dem Ausland, internationaler Austausch, das Feiern von Brauchtum und Vielfalt – das alles wird es im Sommer nächsten Jahres im Beekeort nicht geben. Soeben haben die Tänzer und Traditionspfleger „De Beekscheepers“ angekündigt, dass es im Sommer 2021 kein Internationales Beekefestival (IBF) geben wird.

Überraschend kommt die bereits vor dem zweiten Lockdown getroffene Entscheidung zur Absage der Mammutveranstaltung mit mehreren tausend Besuchern nicht wirklich. Und strittig war die Vorstandsentscheidung dann auch nicht – einstimmig sei der Beschluss ausgefallen, aber nichtsdestotrotz nicht weniger emotional, berichtet Pressesprecherin Nadine Gottschalk. „Wir haben schon mit uns gerungen, aber als Verein ohne großen Sponsor im Rücken wäre das finanziell und auch in puncto Manpower einfach nicht machbar gewesen“, erklärt Gottschalk, „eine Datenaufnahme bei jedem einzelnen der 2 000 bis 3 000 Besuchern, feste Sitzplätze – das wäre nicht nur ehrenamtlich nicht leistbar gewesen, sondern als Festival in der bekannten Form nicht umsetzbar gewesen.“

Der frühe Zeitpunkt der Absage kommt nicht von ungefähr: „Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, sich mit dem Planungs-Komitee zusammenzusetzen“, so Gottschalk, „deshalb war es wichtig, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen.“ Neben dem Kernteam von zehn Leitern stünden nun normalerweise auch 30 bis 35 ehrenamtliche Planer in den Startlöchern, um Gruppen aus der gesamten Welt einzuladen.

Im Hintergrund der Entscheidung stehen nicht nur die Erwägungen um die eigene Planung: „Die Gruppen müssten sich bis Februar oder März entscheiden, wer genau kommt, sie müssten ihre Flüge buchen und auch die private Unterbringung in Familien wäre sicherlich ein Problem“, so Gottschalk. Auch persönlich bedauert sie den Ausfall: „Allein in unserem Freundeskreis haben wir zwei Kleinkinder, die dann zum ersten Mal Tracht tragen würden“. Ob die Großmütter oder Urgroßmütter die nächste mögliche Auflage 2023 noch erleben, sei fraglich. Auch über eine Alternative sei bereits nachgedacht worden. „Denkbar wäre ein internes Familienfest, ganz vielleicht auch gemeinsam unter Teilnahme einer befreundeten deutschen Gruppe – aber das steht alles noch in den Sternen.“  hey

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