Ralf Goebel verlässt die Eichenschule / Netzwerk für „Wir-Kultur“ geschaffen

Zum Abschied Ovationen

Ein spontaner Lehrerchor intoniert „Because you want to live in Vissel – We thank you!”.
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Ein spontaner Lehrerchor intoniert „Because you want to live in Vissel – We thank you!”.

Scheeßel - Einen ebenso außergewöhnlichen wie streckenweise emotionalen Abschied haben rund 200 geladene Gäste und Wegbegleiter am Dienstag bei der Verabschiedung vom Leiter der Eichenschule Ralf Goebel erlebt.

Dass ein Rektor einen „rund laufenden“ Betrieb nicht etwa aus Altersgründen verlässt, sondern um sich als Bürgermeister in Visselhövede neuen Aufgaben zu stellen, hatte vor einem Jahr auch den zuständigen Dezernenten der Landesschulbehörde Norbert Mischke überrascht – auch die Übergabe der Geschicke an „Heimkehrer“ Christian Birnbaum ist eine ebenso ungewöhnliche wie glückliche Fügung. „Die Weiterführung der Leitung im Geiste der Eichenschule, mit guter Einarbeitung und ohne kommissarischen Interimschef – auch hier ist die Eichenschule gut aufgestellt“, hob Jürgen Lange vom Vorstand hervor.

Wie auch in so vieler anderer Hinsicht – das wurde aus den diversen Reden deutlich: wirtschaftlich, baulich mit Sporthalle und Solitär oder in punkto Schülerzahlen, aktuell um die 1100. Da hätte Goebel seinem Nachfolger Birnbaum gar nicht den symbolträchtigen Kompass übergeben müssen, denn die Marschrichtung scheint auch durch die vielen Einfluss nehmenden Gremien vorgegeben. Und genau das war wohl eines der größten Verdienste des gelernten Straßenbauers: die Vernetzung, sei es mit zukünftigen Lehreraspiranten, um für Nachwuchs an der privaten Bildungseinrichtung zu sorgen, aber auch mit Landesschulbehörde, Eltern- und Schülervertretern, Genossenschaft, Betriebsrat und vielen anderen, die dem ehemaligen Griemshooper am Ende mit stehenden Ovationen Tribut zollten. Konrektor Volkmar Bendukat: „Du hast nicht nur der Schule eine schöne Fassade geboten, sondern auch ein Netzwerk für Wir-Kultur geschaffen.“ Als Straßenbauer und Schulentwickler habe er eine breite, fünfzügige Autobahn in die Zukunft hinterlassen.

In mehr als zwei Stunden Lobesreden unter dem von Goebel selbst gewählten Motto „Erreichtes & Ziele“ wurde auch Unerwartetes hervorgehoben wie Goebels Tanzstil, der bei den Schülervertretern Eindruck hinterlassen hat. Aber auch die Montagstreffen mit dem Vorstand, Teamteaching, Supervision und die Ernennung zur Ausbildungsschule kamen zur Sprache.

2004, bei der ersten Schilf-Lehrerfortbildungen nach Amtsantritt des ehemaligen Leiters einer Berufsschule, hatte Goebel nach Zukunftswünschen und -visionen gefragt. Zehn Jahre später konnte er mit Genugtuung vermelden: „Ob Solitär, eine eigene Turnhalle oder Nachmittagsbetreuung – wir haben alles geschafft!“

Nachfolger Birnbaum darf sich nach „vier Jahren Fremdgehen in Sottrum“ freuen, nicht nur über die strukturierte Einarbeitung: „Der Dampfer läuft!“

hey

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