Eichenschule erhält Zertifikat „Europaschule“

Qualitätssiegel und Arbeitsauftrag

Vertreter des Schüler-, Betriebsrats, Kollegiums und der Schulleitung der Eichenschule sowie der Landesschulbehörde sind sich einig: Der Europagedanke muss gestärkt werden. - Foto: Heyne

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Wenn in wenigen Tagen am Eingang der Eichenschule die Europafahne weht, dann zeigt man nicht nur optisch, sondern auch symbolisch Flagge: Gerade wurde dem Gymnasium in freier Trägerschaft von der Niedersächsischen Landesschulbehörde der Titel „Europaschule“ verliehen.

Mit der Zertifizierung werden nicht nur die zahlreichen Bemühungen zur „Förderung des Europagedankens“ hinaus gewürdigt, wie die schulfachliche Dezernentin Marianne Assenheimer betont, sondern auch deren genaue Dokumentation. Die Lehrer Petra Hoppenstedt und Thomas Norris hatten federführend die zahlreichen Projekte schriftlich festgehalten und in dem Antrag für den Titel, den in Niedersachsen 153 Schulen tragen, eingereicht.

Und die können sich sehen lassen: Allein neun Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte bieten sich den Eichenschülern, darunter seit 25 Jahren der Austausch mit Frankreich, weiterhin Holland, Polen, Lettland, den USA oder China. Darüber hinaus wird der „Blick über den Tellerrand“ und damit verbunden die Erziehung zu Offenheit und Toleranz im Fach Politik und Wirtschaft der zehnten Klassen großgeschrieben; die Europaverdrossenheit war unlängst Schwerpunkt im Seminarfach des zwölften Jahrganges.

In Planung sind der UN-Gedenktag für Flüchtlinge und Vertriebene, zu dem ein Referent aus Brüssel geladen ist sowie eine Fortführung der letztjährigen Krakaufahrt, im Rahmen derer die Jugendlichen gemeinsam mit polnischen und englischen Schülern unter anderem das Konzentrationslager Ausschwitz besucht und über europäische Themen diskutiert hatten.

Das Konzept überzeugte die Landesschulbehörde; gleichzeitig sei das Qualitätssiegel, das insgesamt zehn von 80 Gymnasien in der Region tragen, auch ein Arbeitsauftrag, wird das Zertifikat doch jeweils nur für einen Zeitraum von fünf Jahren verliehen. In dieser Zeit steht der Schule ein bundesweites Netzwerk zur Verfügung; dazu gehört die Teilnahme an Bildungsprogrammen, die Fortbildung von Kollegen.

Schulleiter Christian Birnbaum freut sich über die Anerkennung: „Nicht nur, dass wir Toleranz in unserem Leitbild verankert haben und das gut zu uns als ‚Schule ohne Rassismus‘ passt – mit unserer Organisationsstruktur einer Genossenschaft leben wir dieses Prinzip jeden Tag.“

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