Tafel erklärt zukünftig, wie das Beeke-Bad Abwärme von Biogas nutzt

Ein Projekt, das Schule macht

Vertreter des Beeke-Bads, der Gemeinde, des Landkreises, von Verbänden sowie Landwirte bei der Übergabe der Tafel. - Foto: mro

Scheeßel - Von Matthias Röhrs. Mit einer Tafel klärt das Scheeßeler Beeke-Bad über seinen Umgang mit erneuerbaren Energien auf – konkreter: Mit Biogas. Die Badeanstalt nutzt für die Beheizung ihrer Becken die Abwärme der nahegelegenen Biogasanlage am Jeersdorfer Waldweg.

Bereits seit 2010 besteht die Zusammenarbeit der Gemeinde Scheeßel und einem Zusammenschluss von acht Landwirten, die die Biogasanlage gemeinsam betreiben. Für Harm Grobrügge vom Fachverband Biogas, der die Tafel gestern im Beisein der Landwirte und von Vertretern von Gemeinde sowie Landkreis dem Freibad übergab, sei diese letztendlich ein Dankeschön an diese Gruppe. 

Es gehe darum, die Abwärme einer Biogasanlage sinnvoll zu nutzen. Und in einem Freibad hätten „alle etwas davon“. So könne auch in kälteren Zeiten eine Wassertemperatur von 25 Grad gewährleistet werden. Auch das benachbarte Sporthaus auf dem Sportplatz Waidmannsruh profitiert von der Biogasanlage.

2010 war diese Vereinbarung von Gemeinde und Landwirten noch ein Novum. „Wir haben im Vorfeld immer gesagt, dass wir die Abwärme der Biogasanlage nutzen wollen“, erinnert sich Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele. Dennoch habe man sehr viel Zeit in die Verträge stecken müssen.

Mittlerweile ist das Beeke-Bad nicht die einzige kommunale Einrichtung, die sich die Abwärme nahegelegener Biogasanlagen zu Nutze macht. Das Modell hat sich ausgebreitet. So werden beispielsweise das Rathaus, die Grundschule und die Beeke-Schule auf diese Weise beheizt.

Für die Gemeinde bedeute diese Zusammenarbeit laut Dittmer-Scheele eine „erhebliche finanzielle Einsparung“. 700.000 Kilowattstunden Wärme nutzt das Freibad etwa jedes Jahr. „Damit spart es um die 70.000 Liter Heizöl“, sagt Axel Romundt, Geschäftsführer der „BioEnergie Scheeßel“, die das nötige Fernwärmenetz betreibt.

Die Tafel will Schwimmmeister Marcus Hils in den kommenden Tagen passenderweise an das Gebäude anbringen, das die Heizungsanlage des Beeke-Bads beherbergt. Sie stellt da, in welchen Rahmen das Freibad die Wärme tatsächlich nutzt. Darüber hinaus klärt der Fachverband über die Funktionsweise einer Biogasanlage auf.

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