Projekt zur Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes beginnt im September

Die Schutzwand kommt

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Die Durchfahrfrequenz von Zügen durch Lauenbrück ist sehr hoch, verbunden mit entsprechender Lautstärke.

Lauenbrück - Die Deutsche Bahn lässt entlang der Lauenbrücker Ortsdurchfahrt eine Lärmschutzwand errichten – und zwar noch in diesem Jahr. Den Planungsstand erläuterte jetzt Gemeindebürgermeister Jochen Intelmann gegenüber unserer Zeitung.

Demnach erfolge der Bau von September bis Oktober. Bereits jetzt würden einige vorbereitende Maßnahmen erfolgen. Das Konstrukt verlaufe dann auf der westlichen Seite der Bahnstrecke Bremen-Hamburg und werde 1825 Meter lang sein sowie drei Meter über die Schienenoberkante hinausragen. „Die hochschallabsorbierenden Lärmschutzelemente aus Aluminium schlucken den Schall in hohem Maße, erzeugen aber keine Schallreflektionen hinüber zur gegenüber liegenden Seite der Bahnstrecke“, erläutert Intelmann. Den Bau führe man vom Gleis aus durch, der Abstand zu den Schienen betrage 3,8 Meter. Die Gesamtkosten würden sich auf 2,7 Millionen Euro belaufen.

Als Grenzwert durch nächtliche Lärmbelastung wurden 60 Dezibel festgelegt. „Dieser wird nach bisherigen Messungen bei rund 210 Wohneinheiten überschritten“, so der Bürgermeister. Nach Fertigstellung verblieben noch voraussichtlich 53 Wohneinheiten mit Grenzwertüberschreitungen.

Für Gebäude, die vor dem 1. April 1974 entstanden sind, gibt es die Möglichkeit, am Programm für passive Lärmschutzmaßnahmen, wie den Einbau neuer schallhemmender Fenster, teilzunehmen. „Das wird auch für 26 Wohnungen auf der Ostseite der Gleise gelten“, meint Intelmann. Die Höhe des Zuschusses solle 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten betragen.

Mit der Lärmsanierung im bestehenden Schienennetz hat der Bund 1999 ein freiwilliges Investitionsprogramm eingerichtet, für das er zuletzt jährlich mehr als 120 Millionen Euro zur Verfügung stellte. Auf einer Informationsveranstaltung im Lauenbrücker Rathaus im Januar 2014 wurde bereits von Diplom-Ingenieur Gerhard Warnke, Teamleiter Lärmsanierung bei der DB ProjektBau in Hannover, bekanntgegeben, dass in diesem Jahr auch die Ortsdurchfahrt Lauenbrück des bundeseigenen Schienenweges zu den vordringlichen Härtefällen für eine Lärmsanierung gehört.

hu

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