Booking beim Internationalen Beekefestival

Jörn Klee: „Pro Jahr erreichen uns um die 150 Anfragen“

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Dank internationaler Kontakte holt Jörn Klee immer wieder Gruppen aus aller Welt an die Wümme.

Scheeßel - In gut drei Wochen wird es in Scheeßel bunt und international: Ungarn und Franzosen geben sich beim gemeinsamen Tanz die Hand, Litauer und Argentinier kämpfen im Freibad darum, wer den Poolnudelritt gewinnt, und gerade ist auch die feste Zusage von Polen und Südafrika eingetrudelt. Beekscheeper Jörn Klee, den man auf Neudeutsch wohl als „Booker“ des Beekefestivals bezeichnen müsste, grinst zufrieden. Was die Besucher in diesem Jahr erwartet, verriet uns der Scheeßeler vorab im Gespräch.

Herr Klee, sind denn überhaupt noch neue Länder für das „Beekefestival“ übrig?

Jörn Klee: Das wird in der Tat enger, bei 55 Nationen, die wir schon zu Gast hatten. Litauen hatten wir seit Jahrzehnten nicht da, die Gruppe aus Argentinien war noch nicht hier – man könnte sagen: „Alte Länder, neue Gruppen“. Wer glaubt, er hätte alles schon mal gesehen, liegt also komplett falsch.

Wie rekrutieren Sie die Gruppen?

Klee: Es gibt drei Wege: Einmal über den Dachverband Cioff, der die Touren von Gruppen unterstützt. Das ist ideal, weil man sich die Kosten für die Anreise teilt. Dann gibt es noch Formationen, die wir irgendwo kennengelernt haben und zu denen wir einen Kontakt pflegen. Und schließlich gibt es noch die „Wildcard“, also Gruppen, deren Bewerbungen uns aufgefallen sind. Immerhin bekommen wir pro Jahr um die 150 Anfragen – unser Festival ist in der internationalen Szene bekannt. Da ist das Internet gleichzeitig Fluch und Segen.

Und welche Auswahlkriterien spielen eine Rolle?

Klee: Vor allem der Kostenfaktor. Wir übernehmen die Transportkosten ab Landesgrenze dazu Unterbringung, Verpflegung, Sightseeing- und Freizeitprogramm und ein Taschengeld. Wenn eine Gruppe den Flug bezahlt haben möchte, können und wollen wir das als nicht kommerziell arbeitender Verein nicht, dazu sind wir finanziell nicht aufgestellt. Bei uns herrscht das Prinzip der Gegenseitigkeit. Daran ist zum Beispiel ein Besuch von den Cook Islands gescheitert; da waren wir dicht dran.

Gibt es Gruppen, auf die Sie sich besonders freuen?

Klee: Eigentlich macht es der Mix: Südafrika, Südamerika, Europa – da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Richtig gespannt bin ich auf den gemeinsamen Tanz, deren Choreografie alle Gruppen gemeinsam einüben und präsentieren werden. Die Musik dazu haben wir bei unserem „Haus- und Hofkomponisten“ Wolfgang Röpnack in Auftrag gegeben.

hey

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