250 Straftaten registriert

Ruhiges Festival für die Polizei trotz einiger Berufskrimineller 

Scheeßel - Drei zum größten Teil friedliche Festivaltage sind die Bilanz der Polizei - von der unproblematischen Anreise bis zum Festivalverlauf. Probleme bereiteten einzig einige angereiste Berufskriminelle. In der Nacht zum Sonntag konnten Zivilfahnder der Rotenburger Polizei drei Tatverdächtige festnehmen, die im Verdacht stehen, einen Raub begangen zu haben.

Beginnend von der Abreise bis hin zum Ende des Musikevents am Eichenring hat sich das diesjährige Hurricane-Festival von seiner besten Seite gezeigt. Auf den unproblematischen Anreisestrom folgten drei, zum größten Teil, friedliche Festivaltage. Dass es am Wochenende auch zu einigen Straftaten gekommen ist, erscheint im Rückblick nicht verwunderlich. Über 70.000 Menschen trafen in Party-Laune aufeinander.

Zu den ganz großen Problemen ist es unter den Festivalgästen aber nicht gekommen. Nur wenige Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen müssen die Beamten nach dem Festival bearbeiten. Anders sieht es sicherlich bei den Diebstählen aus, die durch gezielt angereiste Tätergruppen begangen worden sind. Rund um den Eichenring tummelten sich einige Berufskriminelle. Sie hatten es in erster Linie auf die Geldbörsen und Smartphones allzu unvorsichtiger Festivalgäste abgesehen. Trotz präventiver Warnung im Vorfeld des Festivals zückten viele Menschen sorglos Portemonnaie und auch Smartphone und machten sich damit zum Zielobjekt geschickter Taschendiebe. Im Gedränge vor den Bühnen und im Discozelt waren die Taten für die Opfer kaum zu bemerken.

Andere Täter hatten sich auf die Zelte spezialisiert. Mit einem Schnitt wurden die Zeltwände aufgeschlitzt, so dass die Täter ohne großen Aufwand in die Zelte schlüpfen und daraus Wertgegenstände erbeuten konnten. Bis zum Sonntagabend zählten die Beamten rund 250 Straftaten. Bei 135 Diebstählen wurden 75 Zeltdiebstähle und 60 Taschendiebstähle verzeichnet. Bislang 18 mal nahm die Polizei eine Körperverletzung auf. Die genaue Bilanz steht jedoch erst in den nächsten Tagen fest.

Die Pferdestaffel der Polizei Hannover

In der Nacht zum Sonntag konnten Zivilfahnder der Rotenburger Polizei einen Festnahmeerfolg verzeichnen. Die Beamten nahmen drei Tatverdächtige fest, die im Verdacht stehen einen Raub begangen zu haben. Zunächst waren die drei Männer als potentielle Zeltdiebe ins Visier der Polizei geraten. Als sie die Beamten in Zivil bemerkten, nahmen die Verdächtigen Reißaus und flüchteten in ein Waldstück. Dort konnten die Männer aufgegriffen und festgenommen werden. Bei ihrer Durchsuchung fanden die Polizisten ein Handy, das zweifelsfrei aus einem Raub stammt.

Rubriklistenbild: © dpa

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