Auftaktveranstaltung der Eichenschule als „Europaschule“

Politologe appelliert: „Steht zu Europa!“

Andreas Schmidt (v.l.), Christian Birnbaum, Petra Hoppenstedt, Marianne Assenheimer und Referent Ingo Espenschied bei der Auftaktveranstaltung der Eichenschule als „Europaschule“. - Foto: uj

Scheeßel - Schulleiter Christian Birnbaum freute sich, anlässlich der ersten Veranstaltung nach der Zertifizierung der Eichenschule zur „Europaschule in Niedersachsen“ im August sowohl Dezernentin Marianne Assenheimer von der Landesschulbehörde Lüneburg als auch Andreas Schmidt vom Europe Direct Informationszentrum Lüneburg am Mittwochmorgen im Theatersaal der Eichenschule begrüßen zu können.

Nach einleitenden Worten zum europäischen Gedanken und den Zielen der Eichenschule als neue „Europaschule“ dankte Birnbaum besonders Petra Hoppenstedt, am Gymnasium Fachobfrau für Politik und Wirtschaft, die die Auftaktveranstaltung unter dem Motto „Wir sind Europa“ mit dem Referenten Ingo Espenschied organisiert hatte.

Der Politologe und renommierte Journalist gilt als ausgewiesener Experte für europäische Beziehungen und informierte die rund 280 Schüler der Jahrgänge zehn und elf anhand seiner Multimediashow „Gründungsväter Europas / 65 Jahre EU“ über tragende Persönlichkeiten sowie die politischen Zusammenhänge und wirtschaftlichen Aspekte, die zur Gründung der Europäischen Union führten. 

In wechselnden Sequenzen aus engagierter Moderation und fundierter Dokumentation anhand von Fotos, Karikaturen und Auszügen aus Wochenbildschauen ließ er die Vision und Entwicklung des europäischen Gedankens vor den Augen der Zuhörer lebendig werden. 500 Millionen Bürger aus 28 Nationen gehören mittlerweile zur EU – damit sei sie zwar die größte Wirtschaftsmacht der Welt, könne aber in der globalen Welt nur durch Zusammenhalt bestehen.

In der anschließenden Diskussion sprachen die Schüler aktuelle Themen wie den umstrittenen Beitritt der Türkei oder den Brexit an, wobei Espenschied angesichts des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU appellierte: „Die junge Generation wollte den Brexit nicht, und man sieht bereits die beginnende Talfahrt – daher: Steht zu Europa, denn ihr gestaltet unsere Zukunft“. 

Auf die Frage, welche drei Dinge er in Europa ändern würde, führte der Experte einmal eine weitere Stärkung des europäischen Parlaments und Zurückdrängung des Europäischen Rates, der sich zu einer Art Direktorium entwickelt habe, auf. Dann wünsche er sich weniger Blick auf nationale, sondern mehr Blick auf europäische Zusammenhänge und verstärkten Austausch zwischen Jugendlichen. - uj

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