Diskussionsrunde soll Interesse wecken

Podiumsdiskussion: Die Unbekannte „Wasserstoff“

Wasserstoff hat seinen Nutzen über das Auto hinaus. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion möchte darüber informieren und Betriebe inspirieren – mit einer Podiumsdiskussion.
+
Wasserstoff hat seinen Nutzen über das Auto hinaus. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion möchte darüber informieren und Betriebe inspirieren – mit einer Podiumsdiskussion.

Wie können Betriebe Wasserstoff für sich nutzen? Viele haben darauf keine Antwort. Eine Podiumsdiskussion soll Wissenslücken füllen.

Scheeßel/Visselhövede – Wasserstoff gilt in vielen Bereichen immer noch als Zukunftstechnologie. Dabei ist er längst im öffentlichen Leben angekommen. Die EVB in Bremervörde betreibt zum Beispiel einige der ersten Züge mit Wasserstoff-Antrieben weltweit. In immer mehr Städten setzen Busunternehmen auf diese Technologie –bei Autofahrern hat sie hingegen noch Seltenheitswert. Für viele ist sie ein wichtiger Baustein, um von fossilen Brennstoffen wegzukommen und damit auch das Klima zu schonen.

Dieter Schnittjer aus Scheeßel ist überzeugt: Wasserstoff ist alternativlos. Er ist Vorstandsmitglied des Verbands der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik (Vabum) und muss gestehen, Laie in der Materie Wasserstoff zu sein. Das geht, glaubt er, vielen Betrieben ähnlich. Für die Mittelstands- und Wirtschaftsunion organisiert er daher eine Podiumsdiskussion am 26. August, die sich explizit auch an Laien wie ihn richtet. Welche Chancen ergeben sich durch eine Umstellung von alten Kraftstoffen wie Diesel auf Wasserstoff? Und wie gelingt der überhaupt? Es ist noch viel zu tun bis dahin. Und sollte man bis im Jahr 2050 tatsächlich klimaneutral sein wollen, ist nicht mehr viel Zeit, sagt Schnittjer.

Wasserstoff-Diskussion

Die Veranstaltung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion beginnt am 26. August mit einer Führung über das Hoyer-Werk in Visselhövede ab 17.30 Uhr. Gegen 19.30 Uhr ist dann die Podiumsdiskussion. Anmeldungen per E-Mail an m-kraftfahrzeuge@t-online.de.

Dr. Roland Hamelmann wird bei der Diskussionsrunde in den Räumen der Firma Hoyer in Visselhövede ebenfalls dabei sein. Er arbeitet beim Transferzentrum Elbe-Weser, ein Dienstleister im ehemaligen Bezirk Lüneburg, wenn es darum geht, die Technologie und Entwicklung voranzubringen. Er skizziert einen Blick in eben jenes Jahr 2050. „Heute reden wir noch über Erdgas, aber das wird es in 30 Jahren nicht mehr geben, wenn wir klimaneutral sein wollen.“ Und diese 30 Jahre seien eine kurze Zeit, wenn es um neue Technologie geht. Im Sektor Antrieb stehen drastische Veränderungen hervor – nicht nur beim Gas. „Wie kommen wir vom Diesel auf Wasserstoff? Wie funktioniert das“, sind für ihn Ausgangsfragen der Diskussion.

Wasserstoff, so Hamelmann, wird zum Beispiel gebraucht, wenn kurzfristig viel Energie notwendig ist. Oder wenn hohe Leistungen mit Flexibilität verknüpft werden muss – im Lastverkehr etwa. Bei großen Baumaschinen, mit denen es Schnittjer zu tun hat, werde die Zukunft wohl ebenfalls Wasserstoff heißen. Andernfalls brauche man sehr dicke Kabel – oder eben eine sehr große Batterie. Schnittjer möchte mit seiner Runde aber gar keinen Vergleich zum Strom oder der E-Mobilität ziehen, sondern über diese Variante der Energiegewinnung informieren. Wenn Unternehmen etwa neu bauen, sollen sie wissen, dass es auch in diesem Segment Möglichkeiten gibt.

Aber zunächst braucht es Informationen. Schnittjer wird die Diskussionsrunde moderieren. Neben Hamelmann sprechen der IHK-Präsident aus Stade, Matthias Kohlmann, Benjamin Lange, Leiter Zähl- und Messwesen der NBB Netzgesellschaft sowie Olaf Lippka und Jochen Schmidt, Geschäftsbereichsleiter Energie und Mobilität beziehungsweise Future Fuels (zukünftige Treibstoffe) beim Gastgeber Hoyer. Schnittjer hofft, Impulse setzen zu können und vielleicht auch Mut zu machen, dass Betriebe sich an die Thematik Wasserstoff wagen. Etwa wenn ein Logistiker seine Fahrzeug-Flotte erneuern möchte, sollte er nach Meinung Schnittjers auch Wasserstoff in Erwägung ziehen. Dafür gebe es zwar noch keine Fördermittel aber „wir brauchen diese Erfahrungen“, sagt er.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Meistgelesene Artikel

Warnstufe 1 für den Landkreis Rotenburg

Warnstufe 1 für den Landkreis Rotenburg

Warnstufe 1 für den Landkreis Rotenburg
Mulmshorn und Buchholz gewinnen Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Mulmshorn und Buchholz gewinnen Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Mulmshorn und Buchholz gewinnen Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“
Gemeinwesenarbeiter planen Arbeitsgruppe Recycling

Gemeinwesenarbeiter planen Arbeitsgruppe Recycling

Gemeinwesenarbeiter planen Arbeitsgruppe Recycling
Hermann Rugen blickt auf 30 Jahre im Hassendorfer Gemeinderat zurück

Hermann Rugen blickt auf 30 Jahre im Hassendorfer Gemeinderat zurück

Hermann Rugen blickt auf 30 Jahre im Hassendorfer Gemeinderat zurück

Kommentare