Ein Platz für Kummer

Schadensmelder der Gemeinde Scheeßel wird gut angenommen

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Straßenschäden sind häufig ein Grund, weswegen Scheeßeler Bürger den Schadensmelder in Anspruch nehmen.

Mittlerweile 30 Meldungen sind bei der Gemeinde über den Schadensmelder eingegangen, kann Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) verzeichnen. Das Angebot funktioniert, meint sie. Auch wenn die Scheeßeler Bürger anfangs noch etwas zögerlicher waren. „In den vergangenen zwei Monaten ist es schon etwas stärker in Anspruch genommen worden.

Scheeßel - Seit April können Bürger über die Homepage der Gemeinde Scheeßel angeben, wenn sie einen Schaden entdeckt haben. Dass, was im Bürgermeisterbüro ankommt, sei vielfältig. Defekte Straßenbeleuchtung, wilde Müllablagerung und Straßenschäden wie etwa Schlaglöcher stünden am häufigsten in den Nachrichten. Wer etwas melden möchte, muss den Standort des Schadens auf einer Karte markieren und sollte auch in einem Nachrichtenfenster genauer beschreiben, um was es geht. Ausgewählt werden kann, ob eine Antwort seitens der Gemeinde erwünscht ist oder nicht. Auch ein Foto kann hinzugefügt werden. Die Mitteilungen laufen alle im Bürgermeisterbüro ein und werden von dort aus weiterverteilt. Dittmer-Scheele bekommt sie zur Kenntnis, die jeweiligen Fachbereiche kümmern sich dann um den Schaden.

Wie schnell der behoben wird, hänge von der Sache ab. Müll, Verwüstung und Unrat werde auf öffentlichen Flächen zügig entfernt, so die Bürgermeisterin. Anders könne es aussehen bei kaputten Straßen. „Akute Schäden werden sofort behandelt“, betont Dittmer-Scheele: „Dafür ist Geld eingestellt.“ Dazu zählt sie etwa Schlaglöcher und alles, was die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Ist eine Asphaltdecke allgemein in einem schlechteren Zustand und ein Abschnitt muss erneuert werden, sehe das unter Umständen anders aus. Hier plane die Gemeinde langfristiger. Kommt es zu Verzögerungen, hänge das auch stark mit der Situation in der Baubranche zusammen. Die Auftragsbücher der Firmen seien voll. „Die Kapazität ist da der begrenzende Faktor“, sagt Dittmer-Scheele. „Wir sind dankbar, dass die Bürger die Arbeit damit unterstützen.“ Zwar würden regelmäßig Kontrollfahrten gemacht, doch nicht immer würde direkt alles gesehen. Nicht immer aber ist die Gemeinde der passende Ansprechpartner, weiß die Bürgermeisterin und nennt als Beispiel die Sperrung der Landstraße Richtung Westervesede als ein Beispiel, wegen der Beschwerden eingingen.

Der Schadensmelder ist eine Weiternentwicklung des Bürgerbriefkastens, den die Gemeinde schon seit mehreren Jahren im Internet anbietet. „Da sind immer auch solche Schadensmeldungen eingegangen“, erklärt Dittmer-Scheele. Die SPD/UGS-Gruppe habe dann vor einiger Zeit im Rat einen Antrag gestellt, einen Schadensmelder anzubieten. Die Software sei allerdings zu teuer und nicht passgenau gewesen. Die Verwaltung hat sich daher Gedanken gemacht, wie der Bürgerbriefkasten weiterentwickelt werden könnte.

Denn einiges habe schon gepasst in dem Antrag. „Allein schon der Name“, meint Dittmer-Scheele. Schließlich ist das passende Programm gefunden worden und steht seit dem Frühjahr zur Verfügung. Den Bürgerbriefkasten gibt es trotzdem weiterhin. Er steht nun zur Verfügung, damit Einwohner des Beekeortes Anregungen an die Gemeinde leiten können. „Da gehen auch mal Beschimpfungen ein“, berichtet die Bürgermeisterin. Damit müsse man umgehen können. Aber auch Lob gebe es. „Das liest man natürlich lieber.“

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