Radfahrer sollen auf die Straße

Piktogramme für klare Bahnen an Gefahrenschwerpunkten

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Ein Piktogramm soll am Vahlder Weg künftig für eine bessere Verkehrssicherheit sorgen.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Die grafischen Signale, die demnächst den Vahlder und den Vareler Weg schmücken, werden wohl kaum missverständlich sein: Damit Radfahrer in Zukunft vom Gehweg auf die Straße umgelenkt werden, will die Gemeinde Piktogramme aufbringen lassen. Eine Trennwirkung, die nicht zuletzt die Verkehrssicherheit erhöhen soll.

Eine Szene am Vahlder Weg, wie sie sich tatsächlich in der Vergangenheit schon mehrfach zugetragen hat: Ein Auto verlässt den Parkplatz am Beeke-Zentrum. Um den von links kommenden Verkehr besser einsehen zu können, muss der Fahrer seinen Pkw ein Stück weit über den Gehweg manövrieren. Den seitlich heranschnellenden Radfahrer, in Richtung Kreisel unterwegs, sieht er erst in letzter Sekunde. Um ein Haar wäre es zum Zusammenstoß gekommen.

Es sind Situationen wie diese, die so nicht mehr vorkommen sollen. Die Gemeinde will reagieren, nachdem schon die letztjährige Verkehrsschaukommission, die gemeindeweit regelmäßig Radwege unter die Lupe nimmt, das Gefahrenpotenzial erkannt hat. Gemeinsam mit einem Planungsbüro wurde ein Konzept erarbeitet, welches Verwaltungsmann Pedro Müller am Mittwoch im Bau- und Planungsausschuss vorstellte.

„Wir haben angedacht, zwischen der Parkplatzausfahrt und dem Kreisel eine 1,50 Meter breite Fahrradfurt anzulegen, wo sich der Radfahrer orientieren kann, dass er sich nicht auf dem Fußweg aufhält, sondern auf der Straße.“ Für Autofahrer hieße das im Umkehrschluss, sich unterzuordnen. Sprich: „Der Pkw muss in einem Begegnungsfall hinter dem auf dem Schutzstreifen fahrenden Radfahrer so lange herfahren, bis er dann überholen kann“, führte Müller weiter aus. Vor dem Kreisel würde der Radfahrer schließlich wieder auf den Geh- und Radweg zurückgelenkt. „Dafür müssten wir in diesem Bereich aber noch zwei Bordsteine absenken.“

Konzept auch am Vareler Weg

Übertragen habe man das Konzept ebenso auf den Vareler Weg, eine Tempo-30-Zone, in der viele Schulkinder auf dem Drahtesel anzutreffen sind – am Fuhrenkamp beginnend bis hin zur Ampelanlage vor der Grundschule. „Da es dort eine Rechts-vor Links-Regelung gibt, werden wir die Markierungen an den Einfahrten unterbrechen“, so der Fachmann.

Überlegungen wurden laut, ob man die Piktrogramme am Vahlder Weg nicht gleich auf die gesamte Straßenlänge, also quasi bis zur Fabrikstraße, ausdehnen könnte. Dazu warf Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) ein, dass das Konzept zwar bereits beim Landkreis eingereicht, von der Verkehrsbehörde aber noch nicht abgesegnet worden sei. „Es kann da ohnehin noch die eine oder andere Veränderung geben.“

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