Langjährige Leiterin des Jeersdorfer Kindergartens verabschiedet sich in den Ruhestand

Petersens Mondfahrt

Das war‘s: Ina Petersen (l.) im Kreise von Ute Indorf (v.l.), der neuen Personalratsvorsitzenden, Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele sowie den Verwaltungsmitarbeitern Frank Thies und Stefan Behrens.
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Das war‘s: Ina Petersen (l.) im Kreise von Ute Indorf (v.l.), der neuen Personalratsvorsitzenden, Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele sowie den Verwaltungsmitarbeitern Frank Thies und Stefan Behrens.
  • Lars Warnecke
    vonLars Warnecke
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Scheeßel – Keinen Handschlag, stattdessen Blumen, viele warme Worte und einen Reisegutschein zum Mond – für Ina Petersen (63) schlug am Montagmorgen der letzte Gong. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, nahm die Scheeßeler Verwaltungsspitze von ihrer langjährigen Mitarbeiterin doch im Physikraum der Beekeschule Abschied. Es sollte, nachdem die Erzieherin schon in der Vorwoche von den Kindern und Kollegen ihrer „Rappelkiste“, darunter auch einigen Ehemaligen, feierlich entlassen worden war, der letzte offizielle Akt vor ihrem Ruhestand sein. Und den, bemerkte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU), habe sich die Nartumerin nach fast 38 Jahren, in denen sie im Dienst der Gemeinde gestanden habe, zunächst im Scheeßeler Beekekindergarten, ab 1996 dann als Leiterin der seinerzeit frischgebauten Jeersdorfer Einrichtung, auch redlich verdient. „Ich habe Sie durch ihren reichen Erfahrungsschatz immer als große Stütze erlebt“, wandte sich die Verwaltungschefin an Petersen, an der sie nicht zuletzt ihr offenes und direktes Wesen geschätzt habe. Dabei habe sie die Erzieherin, die auch 20 Jahre im Personalrat mitwirkte, als eine erlebt, die viel von sich selbst, aber auch von ihrem Team gefordert habe. „Ich finde das durchaus positiv“, so Dittmer-Scheele.

Gewerkschaftlich sei sie durch und durch organisiert gewesen – und auch wenn es während der Kita-Streikwelle 2015 zu der ein oder anderen Reiberei gekommen sei: „Fair ist das zwischen uns immer abgegangen, wir haben die unterschiedlichen Rollen, die es auch geben muss, gut akzeptieren können.“

Ute Indorf, die Petersen im Amt der Personalratsvorsitzenden beerbt hat, erklärte, dass mit ihr viel Know-how und Einsatz gehen würden, beides habe sie aber an die Erzieher weitergegeben. „Im Streik und im normalen Kitaleben hast Du sehr viel bewirkt und vorangetrieben und auch im Personalrat hast du die Zügel immer fest in der Hand gehabt – das werde ich dir nun nachmachen.“

Und Ina Petersen, die in ihrer beruflichen Laufbahn eigenen Angaben zufolge wohl weit mehr als 1 000 Mädchen und Jungen unter ihre Fittiche genommen haben dürfte? Sie freue sich auf ihren neuen Lebensabschnitt, verkündete die 63-Jährige, in dem sie endlich nun auch mehr Zeit für die Enkelkinder habe. Vielleicht reist sie ja auch noch zum Mond. Die Grundlage dafür wäre allemal gelegt, darf sie sich doch über einen entsprechenden Gutschein der Gemeinde freuen. „Natürlich ist der erst dann einlösbar, wenn ein solcher Flug für Privatpersonen möglich ist und der Eignungstest bestanden wird“, bemerkte Stefan Behrens, der Allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, mit einem Augenzwinkern. Er habe einmal ausgerechnet, wie viele Kilometer Petersen in alle den Jahren für die Jeersdorfer Kinder gefahren sei. Und dies seien immerhin fast 380 000 Kilometer gewesen, was der mittleren Entfernung von der Erde zu seinem Trabanten entsprechen würde.

Verdient gemacht habe sich die frischgebackene Ruheständlerin seinen Worten nach in gleich mehrfacher Hinsicht – im Aufbau der gemeindeweit ersten Krippengruppe in Jeersdorf, im betrieblichen Eingliederungsmanagement, in der Sport- und Gesundheitsförderung und zuletzt in der psychischen Gefährdungsbeurteilung. „Da waren Sie im Mitdenken und Mitgestalten ganz vorne an“, lobte er ihr Engagement.

Nun geht es für Ina Petersen, die ihren Kindergarten mit Nachfolgerin Kirsten Duden-Müller in guten Händen weiß, aber erst mal in den Urlaub – für eine Woche nach Duhnen. „Mallorca wäre mit zurzeit noch zu heikel gewesen.“

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