Ortsgruppen erfüllen ihre Aufgaben bei 72-Stunden-Aktion mit Bravour

Logistik fordert Landjugenden

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Feierlich wurde der Unterstand durch Patrick Heins und Sandra Everding eingeweiht.

Wohlsdorf/Westeresch/Westervesede - Von Ulla Heyne. Sie haben gesägt, gebuddelt, gestrichen und geplant – und 72 Stunden lang alles gegeben, die Jugendlichen von Wohlsdorf, Westervesede und Westeresch. Am Sonntagabend, Punkt 18 Uhr, stand bei der Begutachtung ihrer Werke fest: Alle drei Landjugenden haben die von „ihrem“ Agenten im Rahmen der alle vier Jahre von der Niedersächsischen Landjugend ausgerufenen Aktion „Geht nicht, gibt´s nicht“ gestellten Aufgaben mit Bravour erledigt.

Bei den Westervesedern ging es darum, auf dem Bolzplatz neben Friedhof und Kindergarten einen sechseckigen Pavillon zum Schutz vor Regen zu bauen. „Die Form stand fest, allerdings weder die Größe noch der Standort“, erinnert sich Hanna Frick an die Anfänge am Donnerstag. Ihr Team, wie auch die Wohlsdorfer „Kollegen“ zum ersten Mal dabei, stand vor einer besonderen Herausforderung: „Hier ist gleichzeitig Schützenfest, wo viele von uns nicht nur mitfeiern wollten, sondern auch im Spielmannszug aktiv sind“, so Frick.

Bei der letzten Auflage vor vier Jahren ein Grund zu passen. Nicht so dieses Mal: Da hieß es, schon am Donnerstag und Freitag in die Hände zu spucken.

Nicht nur Material, sondern auch tatkräftige Hilfe bei der Errichtung des Holzpavillons stand den Aktiven durch Friedrich Kröger, Seniorchef des ortsansässigen Holzbauunternehmens, zur Seite. Sohn Volker rang die Leistung der Jugendlichen bei einer spontanen inoffiziellen „Bauabnahme“ am Sonnabend Respekt ab: „Das haben sie sehr eigenständig angepackt – obwohl darunter kein einziger Handwerker ist, sondern ausschließlich Landwirte und Schüler!“ Dazu Teilnehmer Jan Heitmann: „Das Schöne hier ist: Jeder kann was, ob sägen oder streichen.“

So hatten Milena Bassen und einige Mitstreiterinnen nicht nur mit großen gemalten Schildern auf die Aktion aufmerksam gemacht, sondern auch bei den Schützen gesammelt: „Da ist richtig was zusammen gekommen!“, freute sich die Schülerin.

Ein ähnliches Tempo hatte die Dorfjugend aus Wohlsdorf beim Bau eines Unterstands für Radfahrer und Osterfeuer-Besucher vorgelegt: Bei ihrer Schutzhütte, ebenfalls sechseckig, dank der Spende eines örtlichen Bedachungsunternehmens sogar mit richtigen Dachziegeln, wurde bereits am Freitagnachmittag Richtfest gefeiert.

Eine ganz andere handwerkliche, aber auch künstlerische Herausforderung hatten die Jugendlichen aus Westeresch zu bewältigen: Ihr Zaun zwischen dem Westerescher Hof und dem angrenzenden Kinderheim, seit einiger Zeit auf der „To-Do-Liste“ des Dörpsvereins, wurde ebenso kreativ wie der dahinter liegende Skulpturengarten. So hatten sich die Jugendlichen nicht nehmen lassen, sogar ihr Logo, das Maismännchen, dank tatkräftigem Einsatz von Metallbauer Sören Meyer als Stahlskulptur zu verewigen.

Bereits ab Sonnabend hatte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele „ihren“ Jugendlichen Besuche abgestattet, wie am Sonntag auch MdB Reinhard Grindel und MdL Mechthild Ross-Luttman. Am Sonntag zur feierlichen Eröffnung staunte die Rathauschefin in Wohlsdorf: Gestern stand hier nur die Hütte, heute erkenne ich das Gelände mit gepflastertem Weg und Anpflanzungen kaum wieder!“

In allen drei Orten wurden die Leistungen am Sonntag um 18 Uhr zum Ende der Aktion beim Abschlussgrillen von den Einwohnern unter die Lupe genommen.

Die Offiziellen lobten nicht nur den Einsatz und Zusammenhalt der Jugendlichen, sondern auch die tatkräftige Unterstützung der gesamten Ortschaften, die mit Verpflegung, Spenden und Rat und Tag zur Seite gestanden hatte.

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