Ortsbürgermeister Detlef Steppat findet direkt vor der Haustür Entspannung

Im Jeersdorfer Heide-Park

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Detlef Steppat deutet auf den stolzen Findling, der an das Werk von Gerhart Heick erinnert.

Jeersdorf - Von Lars Warnecke. Wenn Detlef Steppat von seinem Lieblingsort erzählt, gerät er regelrecht ins Schwärmen. Der Heick-Parck am Rande von Jeersdorf zieht den pensionieren Beekeschullehrer noch immer in seinen Bann. „Das ist ja auch wirklich eine vorzeigbare Anlage“, schwärmt der Ortsbürgermeister beim Spaziergang durch die Heidelandschaft.

Und der beginnt unmittelbar an der Grillhütte – ein überdachtes Rondell, zu dessen rechter Hand ein uriger Fachwerk-Speicher ins Auge fällt. Von dort aus führt ein Pfad rings um ein mit Seerosen bedecktes Gewässer – vorbei an windschiefen Wacholderbäumen und einer violett-schimmernden Heidelandschaft.

„Früher war das mal eine kleine Mülldeponie hier“, erzählt Steppat. Dass daraus einmal „das Aushängeschild von Jeersdorf“ werden würde, wie der 66-Jährige den Park nennt, sei seinem Namensgeber, dem in Hamburg wirkenden Unternehmer Gerhart Heick (1919-2009) zu verdanken gewesen. Dem war die Ortschaft einst über sein Jagd-Hobby aufgefallen – und hatte sie seitdem in sein Herz geschlossen. „So sehr, dass er etwa 40 Jahre sogar in Jeersdorf gewohnt habe, berichtet Steppat. „Und er hat uns dabei viel hinterlassen.“

So trägt nicht nur der Park Heick‘s Handschrift, auch die nahgelegene Eichenallee mit ihren namensgebenden Bäumen würde heute sicher weit weniger das Ortsbild prägen, wäre der Gönner nicht gewesen.

Am Heick‘schen Gedenkstein, von dessen Standort aus man einen atemberaubenden Blick über die weitläufige Landschaft hat, hält Steppat kurz inne. Erinnerungen werden wach. „1975 wurde hier an dem gerade frisch angelegten See in großer Runde Kreisschützenfest gefeiert – da war was los!“, erzählt der Ortsbürgermeister.

Überhaupt: Ein Treffpunkt sei die Anlage, die seit jeher von einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Hamburg unterhalten wird, schon immer gewesen – und das nicht nur für die Jeersdorfer. Und genau darum ist es wohl auch Gerhart Heick gegangen. Nicht umsonst steht an Ort und Stelle auf einem Schild geschrieben: „Dieser private Grillplatz steht jedem Mitbürger zur Benutzung, Erholung und Freude zur Verfügung.“

Erst 1989 war der Park nach Heick‘s Vorstellungen fertiggestellt – mit dem Gebäudeensemble und der besagten Heidelandschaft, die auf einem ehemaligen Acker angelegt worden war. „Er hat damals noch wie ein Berserker mitgeschuftet – und das, obwohl er schon ziemlich alt war“, erinnert sich Steppat.

Für ihn sei die Anlage seine persönliche Oase der Ruhe, ein Ort, an dem er seine Akkus wieder aufladen kann. Wer möchte es dem Jeersdorfer Bürgermeister verdenken?

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