Original Scheeßeler Trachtengruppe spendet für Fahrradprojekt der Flüchtlingshilfe

Schneemänner für Speiche und Kinderhelm

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Mitglieder der Original Scheeßeler Trachtengruppe, der Fahrradwerkstatt und vom Verein Flüchtlingshilfe bei der Spendenübergabe.

Scheeßel - „Für Flüchtlinge sind Fahrräder Mobilität“ – dies muss Paul Göttert vom jüngst gegründeten Verein „Flüchtlingshilfe Scheeßel“ seinen „Kollegen“ von der Original Scheeßeler Trachtengruppe eigentlich gar nicht erklären. Denn die hatten sich unlängst in der Fahrradwerkstatt der Beeke-Schule eingefunden, um eine Spende zu übergeben. „Uns war wichtig, einen regionalen Zweck zu unterstützen – und etwas, was den Kindern zugute kommt“, so Katrin Klee vom Vorstand, „schließlich haben wir den Betrag vor allem den Kindern und Jugendlichen unseres Vereins zu verdanken.“ Die hatten wie jedes Jahr vor der Weihnachtsfeier gebastelt, dieses Mal 40 Schneemänner aus Holzscheiben, die von den Vereinsmitgliedern erworben wurden. So kamen knapp 300 Euro zusammen.

Den gleichen Betrag bekommt die von Karl-Heinz Neuhaus betriebene Fahrradwerkstatt. Hier flickt und schraubt der Pensionär in den Räumlichkeiten der Fahrrad-AG der Beeke-Schule dreimal pro Woche an Fahrrädern, die von Flüchtlingen für einen geringen Betrag erworben werden können. Die Finanzspritze soll gezielt für Kindersitze und vor allem -helme eingesetzt werden: „Die können wir so für einen geringen Betrag abgeben“, erklärt Neuhaus, der so auf eine größere Akzeptanz des sicherheitsrelevanten Accessoires hofft.

Die im Raum der ehemaligen Hausmeisterwohnung eingerichtete Fahrradwerkstatt liest sich wie eine Erfolgsgeschichte: Einmal pro Woche lernen dort Beekeschüler in einer Arbeitsgemeinschaft den Umgang mit Schraubenschlüssel und Speichenspanner. Zusätzlich bietet er gemeinsam mit Mitstreiter Klaus Wölbern Termine an, an denen die Flüchtlinge unter Anleitung selbst ihre Fahrräder reparieren können. Und dreimal pro Woche sind die beiden für Flüchtlinge an der Speiche tätig. „Es ist schon gut, zu zweit zu sein“, manchmal stünden gleichzeitig zehn Leute vor der Tür, wollen abgebrochene Ständer repariert haben, defekte Lichtanlagen oder eine Probefahrt machen.“

Was auch den Mitgliedern der Trachtengruppe, die an diesem Tag zu Besuch sind, Eindruck macht: „Hier ziehen alle an einem Strang“, meint Heiko Klee anerkennend. Die von der Beeke-Schule angeschafften Werkzeuge und der eingerichtete Raum werden zweitgenutzt, und Neuhaus versucht, über seine Kontakte möglichst günstig an Ersatzteile zu kommen. Dabei sei auch ein alt eingesessenes Fahrradgeschäft vor Ort überaus kooperativ.

Gratis sollen die Reparaturen indes nicht sein: „Ein kleiner Obolus muss schon entrichtet werden, damit das alles hier wertgeschätzt wird“, so Wölbern.

hey

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